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Schwierigkeitsbewertungen

 von Klettersteigen

 
Die Schwierigkeitsbewertung von Klettersteigen unterliegt natürlich der subjektiven Bewertung des Beurteilers und ist abhängig von dessen Fitness und Können. Mehrere Bewertungen zusammengefasst, ergeben aber eine relativ zuverlässige Einstufung des jeweiligen Klettersteigs (Via Ferrata) in einer Schwierigkeitsskala von 1 (leicht) bis 6 (schwierig). Die Einstufungen der Klettersteigschwierigkeiten dürfen aber nicht mit denen der freien Kletterei verwechselt werden. In den gängigen Klettersteigführern wird deshalb der Bewertung des Klettersteigs die Buchstaben 'KS' (Klettersteig) vorgesetzt, um derartige Verwechselungen zu vermeiden (vgl. Horst Höfler/Paul Werner).

Die 'Schwierigkeitsskala 1'  beschreibt u.a. die klettersteigtechnischen Schwierigkeiten und Anforderungen, vorhandene Sicherungen, Streckenlänge, Betriebszustand und die persönlichen Anforderungen, denen die/der Klettersteigbegeher/in unbedingt gewachsen sein sollte. Die 'Schwierigkeitsskala 2' beschreibt zusätzlich die alpinen Rahmenbedingungen, wie z.B. Tourenlänge, Höhenlage, Vereisung, Gletscherbegehungen, Gefahren und gegebenenfalls besonders erforderliche Zusatzausrüstung.
 
Dazu ein Beispiel: Der Klettersteig "Cesare Piazzetta" auf den Piz Boè (3125m) ist im Klettersteigführer mit KS5+6-C bewertet. Es handelt sich, unter Einbeziehung unserer '2 Schwierigkeitsskalen' um einen schwierigen, zum Teil sehr schwierigen Steig, der sich in einer Höhenlage über 2300 Metern befindet und Bergerfahrung voraussetzt.
 
Andere Schwierigkeitsskalen differenzieren nicht in zwei Skalen, sondern stufen unter Berücksichtigung der klettertechnischen Anforderungen und den alpinen Rahmenbedingungen von A  bis E oder von K1 bis K6 ein (vgl. u.a. Eugen E. Hüssler). Alle Bewerter stufen aber  von leicht bis extrem schwer ein; - keiner der Bewerter hat das Rad  bisher neu erfunden.
 
 
Skala 1 (klettersteigtechnische Anforderungen)
 
KS1

(A - leicht)

Sehr einfache Klettersteige oder abgesicherte trassierte Steige

Steig führt stellenweise durch steiles Felsgelände, über natürliche Felsbänder oder künstlich angelegte Weganlagen. Vorhandene Sicherungen (z.B. Stahlseile, Ketten) werden technisch kaum benötigt geben aber ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Bewertung der Route ohne Sicherungen nach der UIAA-Skala (freies Klettern): Schwierigkeitsgrad I
 

KS2

(B - mittel)

 

Einfache Klettersteige

Das Felsgelände ist mäßig steil. Sicherungen in Form von Drahtseilen, Klammern, Trittstiften und Leitern erleichtern die Begehung. Bewertung der Route ohne Sicherungen nach UIAA (freies Klettern): Schwierigkeitsgrad I bis II
 

KS3

(C - ziemlich schwierig)

Mäßig schwierige Klettersteige

Das Felsgelände ist steil. Der Klettersteig ist überwiegend mit Drahtseilen, Klammern, Trittstiften und Leitern gesichert. Armkraft ist stellenweise schon gefragt. Bewertung der Route ohne Sicherungen nach der UIAA-Skala (freies Klettern): Schwierigkeitsgrad II, stellenweise III

KS4

(D - schwierig)

Schwierige Klettersteige

Das Felsgelände ist sehr steil, mit teils senkrechten Wänden. Sicherungen meist nur durch Stahlseile und wenigen Tritthilfen. Streckenweise äußerst exponiert. Gute Armkraft erforderlich. Nichts für Anfänger! Bewertung der Route ohne Sicherungen nach der UIAA-Skala (freies Klettern): Schwierigkeitsgrad III bis IV
 

KS5

(E - sehr schwierig)

Sehr schwierige Klettersteige

Das Felsgelände ist extrem exponiert, sehr steil und trittarm. Teilweise mit überhängenden Abschnitten durchsetzt, die große Armkraft und/oder schon Klettertechnik erfordern. Bewertung der Route ohne Sicherungen nach der UIAA-Skala (freies Klettern): Schwierigkeitsgrad V, stellenweise noch schwerer
 

KS6

(E+ - extrem schwierig)

Extreme schwierige Klettersteige

Das Felsgelände ist extrem exponiert, teilweise abdrängend, sehr steil und trittarm. Teilweise mit überhängenden Abschnitten durchsetzt, die große Armkraft, gute Kondition und gute Klettertechnik erfordern. Teilweise sehr anspruchsvolle, schwierige Einzelstellen. Sehr oft müssen ausgesetzte Passagen frei und ohne Sicherungen geklettert werden. Oft sind Eisfelder und Gletscher zu queren. Schwindelfreiheit und absolute Trittsicherheit sind unbedingte Voraussetzung. Zusätzlich sollte eine Bandschlinge und ein HMS-Karabiner zur Selbstsicherung (Standplatz) mitgeführt werden.
 

 

Skala 2  (zusätzliche alpine Rahmenbedingungen)

A
Bergwanderungen in Höhenlagen unter 2000 m, in der Regel kurze Klettersteigstellen. Gut geeignet für Klettersteiganfänger.
 
B
 Lange Bergwanderungen in Höhenlagen zwischen ca. 2300 bis 2700 m, meist aber nur kürzere Klettersteigabschnitte.
 
C
Lange Bergwanderungen in Höhenlagen zwischen ca. 2300 bis 2700 m, mit längeren Klettersteigstellen. Ausreichende Bergerfahrung erforderlich.
 
D
Lange Bergtouren, zum Teil im hochalpinen Gelände und mit Einplanung einer Übernachtung auf einer Berghütte oder Biwak. Meist anger, schwieriger Klettersteig, der größere Bergerfahrung, Kondition und Orientierungssinn erfordert.
 
E
Hochalpine Touren in Regionen meist über 3000 m, die das Mitführen von Steigeisen und Eispickel erforderlich machen. Meist kombinierte  Klettersteig- und Gletschertour in Seilschaft. Nur für erfahrene Bergsteiger.
 
S
SPORTKLETTERSTEIGE mit extremen technischen Anforderungen. Keine langen Zustiege und Verzicht auf Gepäck möglich. Gegebenfalls spezielle Kletterschuhe nutzen.
 

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