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Tourenbeschreibung



Großglockner - Stüdlgrat    
 

Tour Stüdlgrat 2008

Tour Stüdlgrat 2016

 

Zeit /
Tourablauf

1. Tag
Ca. 06.00 Uhr Abfahrt in Kassel, Ankunft in Kals ca. 14.00 Uhr.
Aufstieg vom Parkplatz Kals (2000 m) zur Stüdlhütte (2802 m).
Übernachtung.

2. Tag

Eingehtour
Vorschlag:
Auf den Teufelskamp (3510 m) in Verbindung mit dem SO-Gipfel des Romariswandkopf (3721 m) >Gehzeit ca. 5 h ab Stüdlhütte<
3. Tag
Großglockner (3798m) über Stüdlgrat
Zeitiges Frühstück und Aufstieg über den Stüdlgrat auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner (3798 m). Abstieg über die Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) zurück zur Stüdlhütte.
Übernachtung auf der Stüdlhütte.
4. Tag
Nach dem Frühstück Abstieg zum Parkplatz und Heimfahrt

Charakter

--- Sehr schöne Tour auf den höchsten Berg Österreichs ---
Der beste und beliebteste Gratanstieg auf den höchsten Berg Österreichs, fantastisch ausgesetzte Kletterei über den SW-Grat des Großglockners. Dieser hochalpine Anstieg auf den Glockner wird meist unterschätzt, Höhe, evtl. Vereisung und die Länge des Anstieges machen ihn zur ernsten Tour, obwohl die schwierigen Stellen oft mit Haken, Eisenstiften und sogar mit Drahtseilen entschärft wurden. Dieser Anstieg ist vor allem im Spätsommer zu empfehlen (meist wenig Schnee). An Wochenenden ist die Route fast immer überlaufen. Der Abstieg (2- und 40°) sollte nicht unterschätzt werden, im Bereich des Glocknerleitls kommt es oft an Wochenenden zu stauähnlichen Zuständen.
Deshalb werden wir die Tour auf die Wochenmitte legen.

Einstufung

Alpine Hochtour (kombiniert Fels und Eis)

Schwierigkeit

II – III  (Schlüsselstellen III+) = bei gutem Wetter !
Die Route ist an einigen Stellen mit Bohrhaken, Eisenstangen und an den besonders schweren Stellen mit Drahtseilen versichert.
ACHTUNG:
Wer bis zum sog. "Frühstücksplatz" (3550 m), von der Stüdlhütte gerechnet, mehr als 3 Stunden Gehzeit benötigt, dem wird geraten hier umzukehren, da die Schwierigkeiten zunehmend sind.

Talort

Kals (1334 m), Österreich

Stützpunkt

Stüdlhütte (2802 m)

Inh.: Sektion DAV München & Oberland ; Pächter Georg Oberlohr
Tel. Hütte: 0043 / 4876 /8209
Ausstattung: 106 Lager / 2 Betten ; 23 Winterlager
                      Trockenraum und Schließfächer vorhanden

Gipfelbesteigung
Großglockner

Zustieg zur Wand:
Von der Stüdlhütte zuerst nördlich über einen Rücken zum Teischnitzkees und westlich des Luisengrates (ist die Verlängerung des Stüdlgrates) bis zur Luisenscharte (Tafel), welche den Stüdlgrat vom Luisengrat trennt bzw. zu der etwas westlich von der Scharte gelegenen Blockrinne.

Einstieg in den Stüdlgrat (bei 3175 m)
:
Von der zwischen Luisenkopf und Peterstiege gelegenen Luisenscharte (Tafel) geht es etwas links vom eigentlichen Grat (auch direkt möglich; 3) über Blockgelände (1-2) aufwärts (am Beginn sogar Wegspuren, dann rechts haltend aufwärts zu einem flacheren Gratteil), bis man auf eine kaminartige Rinne trifft. Diese Rinne (2+) aufwärts und weiter, immer links vom Grat (1-2; Schattenseite) über Blockgelände, bis man wieder zum Grat zurück kommt (2) und auf ein kleines Band (Frühstücksplatz mit gelber Tafel) trifft. Hier beginnen die eigentlichen Schwierigkeiten: Zuerst eine Art Verschneidung hinauf (3), dann etwas aufwärts (2) und wieder nach rechts um eine ausgesetzte Kante südöstlich herum (Kanzel; 3). Ein Turm wird westseitig umgangen (2) und weiter, knapp unterhalb des Grates (2), bis zur Steilstelle mit Drahtseilversicherung. Am Drahtseil hinauf (3/A0), ein kl. Turm wird westlich umgangen (2) und man gelangt auf ein Flachstück am Grat. Nun den Grat weiter (2) auf eine große Steilstufe zu. Hier zuerst westlich am Grat kurz Hangeln (Haken; 3), dann südöstlich auf einer Platte (3 Haken; 3) hangelnd aufwärts. Danach auf der südöstlichen Gratseite weiter (2) bis zu einem Haken, hier wieder zum Grat hinauf (2) und zu einer kurzen Platte (3). Nach der Platte kurz westseitig hinunter und wieder auf den Grat (2), den Grat weiter (2) bis zum sog. "Klapfl" (Gipfelaufschwung). Diesen mit Hilfe von Stiften und einem herabhängenden Seil hinauf und mittels einer kurzen Drahtseilquerung (3/A0) in flacheres Gelände. Es folgt noch ein kurze Rampe (2+) auf der Südostseite und man erreicht das flache Blockgelände und in weiterer Folge den Gipfel.

Abstieg

Zuerst hinab in die ausgesetzte Glocknerscharte zwischen Groß- und Kleinglockner (1-2; Stangen und Hakensicherung), hier auf die andere Seite wechseln, mit Hilfe eines Fixseiles auf den Kleinglockner hinauf (eventuell ist das Seil unterm Schnee vergraben). Nun auf dem Gipfelgrat weiter (2-; zahlreiche Stangen) und dann abwärts über plattiges Blockgelände zu einer Scharte ( 1 2; zahlreiche Stangen und Haken). Von der Scharte über steilen Firn bzw. Eis hinab über das sog. Glocknerleitl auf das Kleinglocknerkees (40°). Nun weiter in einem Bogen (von Ost nach SSO, links vom flachen Grat) zur Adlersruhe (Erzherzog Johann Hütte). Hinter der Hütte beginnt ein Klettersteig der kurz durch flaches Gelände und einem Gletscherstück unterbrochen wird, diesen hinab zum Ködnitzkees und über dieses zurück zur Stüdlhütte (ab Adlersruhe versichert und unten markiert) und von dieser zurück ins Tal.

Karten

Alpenvereinskarte Nr. 40 Glocknergruppe
ÖK 153 Großglockner
F&B Wanderkarte 122, Großglockner-Kaprun,
Kompass Nr. 48, Kals am Großglockner
Internet: 
www.austrianmap.at

Anreise

Kassel – München – Kufstein (D/A) – Kitzbühel – Zell a.S. – Matrei – Kals (ca. 700 Km – Fahrtzeit laut Michelin-Routenplaner 6:45 h)

Kals am Großglockner ist von Matrei (N) gut zu erreichen, bei Huben fahren wir nach Kals hinauf und von Kals auf mautpflichtiger Straße zum Lucknerhaus  (gebührenpflichtiger Parkplatz).
Von dort wird durch das Ködnitztal zur Stüdlhütte aufgestiegen.
Gehzeit vom Lucknerhaus zur Stüdlhütte: ca. 2 Stunden / 800 Hm.

 

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