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TOURENBESCHREIBUNG

MARMOLADA

(Westliche Dolomiten; Reisezeit 05.07.2009 -10.07.2009)

 
Gebietskarte: KOMPASS ; Nr. 686 ; 1:25000 ; Val di Fassa - Marmolada - Sella - Rosengarten


1. Tag  ( Anreise)
Kassel - Brennerautobahn - Waidbruck - Canacai - Alba - Penia (1556 m).
Vom Parkplatz in Penia auf Weg 602 hinauf zum Rif. Contrin (2016 m). Übernachtung.
Gehzeit vom Parkplatz  zum Rifugio Contrin: 1 Std. 45 min (4 Km/ 500hm)

 “Contrin Hütte” , Tel: 0462/601101,Giorgio De Bertol
Info / Homepage: www.rifugiocontrin.it


2. Tag  (Eingehtour)   Besteigung des Col Ombert (2670 m)
Ab dem Rif. Contrin (2016 m)  auf Weg 607 östlich in Richtung Passo di Ombettola aufsteigen und zwar bis zur markierten Weggabelung der Wege 607 und 609. Nun weiter auf dem Weg 609 in Richtung Passo Pasche. Unterhalb des Passo Pasche führt ein mit Steinmännchen markierter und ausgetretener Pfad rechts ab in das steile Geröllfeld der Col Obert Ostwand, der aber unschwierig zu gehen ist. Der Weg führt direkt auf den Gipfel, wobei sich im oberen Teil leichte Kletterei (I+)
anschließt. Abstieg über den steil nach unten führenden Klettersteig (stellenweise schwierig) zum nahe gelegenen Rifugio Nicolo (2340 m). Pause. Danach ein kurzer Abstecher auf den direkt vor der Hütte liegenden unscheinbaren Aussichtsberg Vernadais (2365 m). Markant ist an diesem Berg lediglich die nach Norden steil abfallende Wand. Vom Rifugio Contrin aus gesehen wirkt der Vernadais  eindrucksvoller, als er in Wirklichkeit ist. Trotzdem ist er wegen der sich bietenden Aussicht in das Val di Contrin ein lohnendes Ziel. Auf dem Weg 608 geht es wieder zurück zum Rifugio Contrin. Übernachtung.
Tourenzeit mit Pausen und Abstechern zu alten Kriegsstellungen: ca. 7 Stunden
Empfehlung: Die Tour genau anders herum gehen; d.h. den Klettersteig von unten nach oben steigen!

3. Tag  - Besteigung der MARMOLADA (Punta Penia - 3343 m)
Empfehlung: Steigeisen und Pickel zur Sicherheit mitführen!
Ab Rif. Contrin (2016 m) auf Weg 606 bis zur Marmoladascharte (2910 m). Von hier über die berühmte Via Ferrata Marmolada (Hans-Seyffert-Weg) auf den Hauptgipfel der Marmolada, der Punta Penia (3343 m). (Zwangs-)Pause im Gipfel-Rifugio (50 m unterhalb des Gipfelkreuzes), wegen eines plötzlichen Wetterumbuches (Gewitter mit Schneesturm), der uns zur Übernachtung im ungastlichen, feuchten Schlafgemach der Gipfelhütte zwingt; - wobei sich der Hüttenwirt die größte Mühe gab, uns den unfreiwilligen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Ein Erlebnis der besonderen Art!
Gehzeit: ca. 6 Stunden / Hm 1227 m im Aufstieg

"Cappana Punta Penia"  (Gipfelhütte der Marmolada) ,
Hüttentelefon (0039) 0462 / 764207 (wird laut Hüttenwirt abgemeldet, da zu teuer)
 Hütteninfo


4.Tag  - Abstieg von der MARMOLADA (3343 m) zurück nach Penia (1556 m)

Auf dem  'Normalweg' steigen wir nach einer feuchtkalten Nacht vom Gipfel über den Marmolada-Gletscher bis zur Seilbahnstation beim Rifugio Fiacconi (2625 m) ab (II). Pause. Von dort wandern wir nach einer ausgiebigen Pause zunächst auf dem Weg 606 neben der Seilbahntrasse talwärts in Richtung Fedaiasee. Kurz vor dem Col de Bous (2494 m)  zweigt teilt sich der Weg, und wir gehen noch ca. vier Stunden auf dem Steig 619 talwärts bis zu unserem geparkten Auto nach Penia zurück. Anschließend fahren wir von Penia wieder hinauf zum Fedaiasee und beziehen ein Appartement im Berghotel "Rifugio Dolomia" (sehr zu empfehlen!). Übernachtung.
Gehzeit: ca. 7 Stunden / Hm 1987 m im Abstieg

Berghotel "Rifugio Dolomia" ,  Marmolada - Passo Fedaia - I-38030 Alba di Caazei (TN) ,
Tel. 0462/60121 oder priv. 0462/601009 ; info@hotelrifugiodolomia.com
Homepage: www.hotelrifugiodolomia.com


5. Tag (Klettersteig 'Trincee')
Klettersteig „Via Ferrata delle Trincee”
Begehung des Trincee Klettersteiges und nochmalige Übernachtung im Berghotel "Rifugio Dolomia" am Fedaiasee.


 Routenbeschreibung Klettersteig "Trincee":
 
Zustieg vom See 1:15 h ; Abstieg zum See 1:30 h ; Klettersteig 3:30 h (ohne Stau)
Charakter:
Historisch sehr interessanter Sportklettersteig, der über luftige Grate und lange Kriegsstollen einem Kamm entlang verläuft. Zum Teil sehr schwierig.
Was diesen Klettersteig von anderen Dolomitensteigen unterscheidet ist das dunkle Konglomeratgestein, glatter und griffarmer Fels an den man sich erst gewöhnen muss. Vor allem auf den ersten Klettermetern, mit der Schlüsselstelle (eine glatte und steile Platte) muss man bei großem Andrang etwas Geduld haben (lange Wartezeiten einkalkulieren oder sehr früh aufbrechen). Durch die Talnähe und die geringe Gipfelhöhe ist der Steig auch bei nicht so stabilem Hochdruckwetter interessant. Beim Ausgangspunkt an der Staumauer und Rückweg auf der südlichen Seite des Fedaiasees ergibt sich eine schöne Runde mit schönen Ausblicken auf Sella und Pordiojoch im Norden und der Marmolada im Süden.
Beschreibung:
Vom Einstieg quert (B) man zur glatten Einstiegswand (D), über diese erreicht man eine Rissverschneidung (C/D und C), die nach oben hin flacher wird (A). Nach einem kurzen Aufschwung (C) kommt eine luftige, aber leichte Plattenquerung (B) die einen um eine Kante führt (C). In einer weiten Verschneidung aufwärts (B) bis man über Platten den Grat erreicht (C). Nach kurzem Auf und Ab kommt man zur Brücke (A) und trifft nach einer Flachpassage auf ein kurzes Steilstück (C/D, in diesem Bereich kann man auch ungesichert zum höchsten Punkt) von dem man wieder zu einer Scharte absteigt (C und B; in der Scharte Fluchtmöglichkeit). Nun weiter - teilweise versichert - bis man (an alten Stellungen vorbei) auf das erste kurze Stollenloch trifft. Danach weiter (teilweise versichert; bis B) bis man an der Südseite zu aufsteigenden Seilsicherungen kommt. Über diese (B/C) erreicht man den langen Stollen (300m) der einen zum Ende des Steiges beim Biwak Bontadini (2552 m) leitet. Hier kann man noch unschwierig den Gipfel der Mesola besteigen (schöner Wiesengipfel mit guter Aussicht, Abstieg auf dem Aufstiegsweg).
Bemerkung zu den Versicherungen:
Sehr gut mit Stahlseilen versichert - keine Trittstifte vorhanden.
Ausrüstung:
Komplettes Klettersteig-Set, Helm und eine Stirnlampe; ggf. Bandschlinge und Karabiner falls es im steilen Einstieg zum Stau kommt.
Zustieg zur Wand:
Vom Rif. E. Castiglioni die Hauptstraße queren und auf markiertem Weg zur Porta Vescova (2478 m);  nun rechts weiter zum Einstieg des Steiges an der Kante des Bec da Mesti.
Höhe Einstieg: 2550 m
Abstieg:
Vom Biv. Bontadini (2552 m) auf markiertem Weg hinter zum Rif. Bontadini (2552 m) und ab der Hütte auf einer Schotterstraße hinunter zur Hauptstraße am Fedaiasee. Kurz der Straße folgen und über die „Oststaumauer“ auf die andere Seite und dem See entlang zu den Häusern im Bereich der großen Staumauer und über diese zurück zum Auto. Alternativ kann man auch oben zurück zur Porta Vescova gehen und über den Aufstiegsweg zum See absteigen.
Empfehlung: Auf jeden Fall eine Stirnlampe mitnehmen! - am Ende befindet sich ein ca. 300 m langer, stockdunkler Kriegsstollen.


6. Tag (Heimreise)
Nach dem Frühstück fahren wir über die Brennerautobahn und Fernpass zurück nach Hause.

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