Karwendel Überquerung Pleisenhütte Karwendelhaus Karwendelspitze Scharnitz Seekarspitze Grieskarspitze Birkkarspitze Brendelsteig Mitterkar Isar Hinterautal Österreich Deutschland Klettern Bergsteigen Wandern

 


Karwendel

 
Eine Karwendelüberschreitung von der

Pleisenhütte zum Karwendelhaus
 


Kartenausschnitt

 
       & 
07.10.2007 bis 11.10.2007 Besteigungen der Pleisenspitze (2569 m), der Larchetkarspitze (2541 m), Große Seekarspitze (2766 m), Breitgrieskarspitze (2590 m) und Östliche Karwendelspitze (2537 m) im Rahmen einer Karwendelüberschreitung

  

Am Sonntag, den 07.10.2007, gegen 07.00 Uhr, fahren Heinz, Manfred, Ralf und ich von Kassel los,
um gegen 14.00 Uhr in Scharnitz (gebührenpflichtiger Parkplatz 'Karwendeltäler') einzutreffen.
Hier: Blick vom Parkplatz (964 m) in Richtung Hinterautal mit der 'Gleirsch-Halltal-Kette'


 
     
Die große Hinweistafel am Eingang zu den drei Karwendeltälern zeigt die Gehzeiten an
                 und welche Hütten geöffnet oder geschlossen sind. Unser erstes Ziel ist die
Pleisenhütte
im Hinterautal, die wir in 2,5 Stunden auch erreichen sollten


Vom Parkplatz 'Karwendeltäler' geht es ca. 2 Km in südöstliche Richtung  durch das Hinterautal
(immer an der Isar entlang), bevor der Weg in Höhe des "Wiesenhofs" links zur
Pleisenhütte abzweigt ...


... und durch herrliche Wälder stetig ansteigend zur Pleisenhütte (1757 m) führt


... Blick hinunter nach Scharnitz, - die
Pleisenhütte ist in unmittelbarer Nähe


... die schön gelegene
Pleisenhütte (1757 m) ist gegen 16.30 Uhr erreicht


... bei bestem Bergwetter lässt es sich auf der Terrasse der
Pleisenhütte aushalten
(v.l. Rüdiger, Ralf, Manfred und Heinz ; alle DAV Kassel - Hochtourengruppe)


... eine tolle Aussicht in Richtung Westen
 

Pleisenspitze & Larchetkarspitze
 


 
 
Blick aus Richtung Pleisenhütte (1757 m) auf die Pleisenspitze (2569 m), die wir am 08.10.2007
als ersten Gipfel besteigen wollen. Anschließend ist geplant, unterhalb des Gipfels der Pleisenspitze in
das 'Mitterkar' zu queren, um die Larchnetkarspitze (2541 m) als zweiten Tagesgipfel anzugehen


... noch ein Gruppenfoto,  bevor es um 08.30 Uhr an den Aufstieg zur Pleisenspitze (2569 m) geht.


 
... auf gut markiertem Steig führt der Weg hoch zur Pleisenspitze ...


... vorbei an der Weggabelung "Pleisen / Karwendelhaus"
(links = in +/- 2 ¼  Stunden zur Pleisenspitze ; rechts = für Geübte in +/- 8 Stunden zum
Karwendelhaus)


 
  ... auf Grasbändern geht es stetig nach oben (unschwieriger Weg)


 
  ... der Gipfel der Pleisenspitze (2569 m) ist um 10.40 Uhr erreicht


 
 
...Blick von der Pleisenspitze in das Karwendeltal und die Larchetkarspitze (2541 m),
unserem nächsten Tagesziel


 

...Blick von der Pleisenspitze in Richtung Westen ; im Hintergrund ist das komplette
Zugspitzmassiv zu sehen


... Blick von der Pleisenspitze in Richtung
Pleisenhütte, die versteckt im Wald liegt


 

... um zur Larchetkarspitze zu kommen, steigen wir um 11.00 Uhr vom Gipfel der Pleisenspitze ca. 200 Meter ab und halten uns rechts, bis wir an den hier zu sehenden 'Steinmann' kommen. Hier steigen
wir durch eine senkrecht nach unten führende Rinne (II) in das obere Mitterkar ab, um dieses
unterhalb des Gratsporns zu queren.


... v.o. Heinz, Manfred und Ralf im Abstieg zum Mitterkar


 

... ein Blick aus der Abstiegsrinne in das Mitterkar; in der Bildmitte der Felssporn,
den es zu Umgehen gilt, bevor es durch eine steile Geröllflanke nach oben geht.
Eine schweißtreibende Angelegenheit, die Kondition verlangt


 

... Blick (von unterhalb des Felssporns im Mitterkar) zurück zur Pleisenspitze


 

... nach Umgehung des Felssporns gilt es, diesen Schuttberg (45°)  (irgendwie) nach oben zu kommen,
um an die Einstiegsscharte der Larchetkarspitze zu gelangen



... in der Aufstiegsscharte unterhalb des Gipfels der Larchetkarspitze


 

... nach einem wirklich anstrengenden und Kräfte raubenden Zustieg (III-)  ist das Gipfelkreuz der
Larchetkarspitze (2541 m) um 15.30 Uhr erreicht.


 
Blick von der Larchetkarspitze (2541 m) zur Pleisenspitze (2569 m);
 - rechts im Hintergrund die Zugspitze


... Ralf im Abstieg


... senkrecht unter Ralf klettert Manfred ab; bedingt durch das lockere Gestein, herrscht im Karwendel
generell erhöhte Steinschlaggefahr. Der Helm wirkt hier unbedingt vorbeugend gegen 'Kopfschmerzen'.


... durch das Mitterkar steigen wir gerade nach unten ab, bis wir auf den Querweg kommen,
der von oberhalb der
Pleisenhütte zum Karwendelhaus führt (siehe Bild 'Weggabelung').
Den Querweg erreicht man, wenn man durch das Schuttkar ganz nach unten geht, danach
noch ca. 150 Meter weglos durch die Latschenkiefern, schon trifft man auf diesen Weg.
Den Weg nach rechts zurück zur Pleisenhütte gehen. Wir erreichen um 17.00 Uhr die Pleisenhütte
und lassen bei einem kühlen Bier die gelungene Tour nochmals Revue passieren.

 

 Karwendelüberschreitung

Von der Pleisenhütte zum Karwendelhaus

am Dienstag, den 09.10.2007, von 08.00 Uhr bis 18.30 Uhr,
mit Besteigung der Breitgrieskarspitze (2590 m)
und Große Seekarspitze (2766 m)


Gegen 08.00 Uhr verlassen wir die gemütliche und sehr gut geführte
Pleisenhütte (im Wald liegend;
Dach ist schwach zu erkennen) um über die Breitgrieskarscharte zum
Karwendelhaus zu wechseln.
Oberhalb der Pleisenhütte sind wir an der bereits beschriebenen Weggabelung auf den Weg zum Karwendelhaus gewechselt. Hier noch ein letzter Blick zurück in Richtung Pleisenhütte,
bevor das Mitterkar erreicht wird.
Bei der Überschreitung handelt es sich um eine hochalpine Tour,
die nur von Geübten gegangen werden sollte. Kondition für einen acht Stunden Marsch, Orientierungsvermögen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind ein absolutes Muss.
Wer hier Defizite aufweist, sollte diese Überschreitung besser nicht angehen.
Ansonsten ist die Überschreitung eine Genusstour, die herrliche Tief- und Ausblicke über das gesamte Karwendel und die das Karwendel umgebende Bergwelt bietet. Der Weg ist zwar ausreichend markiert, Karte, Kompass und/oder GPS sollten aber nicht fehlen.



Vorbei an von Gletschern geschliffenen Felswänden queren wir durch das 'Mitterkar' im unteren
Bereich (Latschenkieferngürtel), um den Punkt 'Bei der Kuchel' zu erreichen. 'Bei der Kuchl' wird
über einen Steig in das 'Hinterkar' abgestiegen.



Der Punkt 'Bei der Kuchel' ist um 09.30 Uhr erreicht. Hier geht es links in der Rinne abwärts in das 'Hinterkar', welches bis ganz nach oben zum Gratrücken aufgestiegen werden muss


Abstieg durch die Geröllrinne von 'Bei der Kuchl' ins 'Hinterkar'. Am Fuß der Rinne geht
es links hoch in das 'Hinterkar'



... wenige hundert Meter sind wir bereits im 'Hinterkar' aufgestiegen.
Hier ein Blick zurück zur Abstiegsstelle am Punkt 'Bei der Kuchl'


... wie durch eine Mondlandschaft geht es nach oben bis zum Grat. Wenn dieser erreicht ist, geht es
auf diesem rechts weiter in Richtung  Breitgrieskarscharte
 


... ein Blick hinunter ins weitläufige 'Hinterkar'


... Ralf und Manfred im oberen Teil des 'Hinterkar'. Zum Grat und der Breitgrieskarscharte
ist es nicht mehr weit



Der Grat des 'Hinterkar' ist erreicht. Rechts die Felswand der Breitgrieskarspitze. In der
Senke (Bildmitte) liegt die Biwakschachtel (ein ausgedienter Unimog-Aufsatz der Bergrettung) 
an der Breitgrieskarscharte. Von dieser Stelle aus geht es nach rechts in den Blassengrat hinein.
Die Breitgrieskarspitze wird auf einem gesicherten Steig umgangen. Bevor es an den Abstieg in das 'Breitgrieskar' geht, besteht die Möglichkeit, die Breitgrieskarspitze(2590 m) zu besteigen (II+),
was Ralf und ich auch tun.


... auf der Breitgrieskarspitze (2590 m) steht kein Gipfelkreuz, sondern eine einfache Eisenstange.
Trotzdem lohnt sich der 15 Minuten-Abstecher



... Ein Blick von der 2590 m hohen Breitgrieskarspitze auf die rechts liegende 'Große Seekarspitze',
die Ralf und ich nach einer kurzen Pause an der Biwakschachtel noch erkletterten



... im oberen Teil des Breitgrieskar angekommen, geht es auf losem Geröll vorsichtig hinunter zur Biwakschachtel, die wir um 14.00 Uhr erreichen



... die "berühmte" Biwakschachtel an der Breitgrieskarscharte mit Blick auf die Breitgrieskarspitze.
Die Vergrößerung zeigt die Wegführung um die Breitgrieskarspitze.



... Biwakschachtel (2381 m) und 'Große Seekarspitze' (2766 m).
Während Heinz und Manfred auf dem Normalweg über die 'Breitgrieskarscharte' ins 'Seekarl' wechseln,
besteigen Ralf und ich die 'Große Seekarspitze' (ab Biwak 14.50 Uhr - am Gipfelkreuz um 15.30 Uhr)


... Ralf kurz vorm Gipfel der 'Große Seekarspitze' (2766 m)
Ein recht schwieriger Aufstieg, da kein Steinchen fest liegt ...


... eine letzte Kletterstelle ( I ) und wie stehen auf dem Gipfel



... am Gipfelkreuz der 'Große Seekarspitze' (2766 m) lässt sich das komplette
Karwendel überblicken


... hier ein Blick zurück auf die Breitgrieskarspitze (2590 m)  und die Breitgrieskarscharte (2381m)



... der Abstieg von der 'Große Seekarspitze'. Unten (rechts vom Schneegrat) haben Ralf und ich
unsere Rucksäcke deponiert. Rechts im Bild einer unser ständiger Begleiter,
 -
eine zahme Bergdohle



... um Ralf und mir den Umweg über das Biwak zu ersparen, stiegen wir zur anderen Seite ab,
umgingen links die 'Kleine Seekarspitze' , querten das 'Seekarl' und stießen wieder auf den Normalweg.
Auf diesem geht es immer bergab in das 'Marxenkar' ,bis an die markante Stelle
im Bild unten (Kreis mit Pfeil rechts)...



... der markante Felsklotz im unteren Marxenkar ist zugleich Wegweiser. Der große rote Punkt mit Pfeil weist zum Karwendelhaus, der andere Pfeil -geradeaus- (zum recht schwierigen Notabstieg !) in das Karwendeltal. Um auf den 'Brendelsteig' zu gelangen, der uns hinunter zum Karwendelhaus führt, müssen wir uns auf die äußerst rechte Spitze der am Hang befindlichen Latschenkiefern zu bewegen. Der Einstieg in den Steig liegt direkt darunter und führt Drahtseil gesichert steil nach oben.



... hier geht es rauf und auf der anderen Seite wieder steil nach unten.
Die Vergrößerung
(click) zeigt die Wegführung.


... im gesicherten Aufstieg zum Brendelsteig (Nordgrat der Westlichen Ödkarspitze)



... oben auf dem Grat des Brendelsteiges angekommen; - Blick zum
"scheinbar nahen"
Karwendelhaus



... der Brendelsteig führt steil (an schwierigen Stellen gesichert) nach unten in das 'Schlauchkar'.
Der Weg zum
Karwendelhaus beschreibt einen ausladenden Bogen durch das 'Schlauchkar'
und zwar fast immer auf Höhe des Karwendelhauses. Von hier oben bis zum Karwendelhaus
sind es noch gut 1 Stunde Marsch.



... hier der Blick auf den 'Brendelsteig' der ins 'Schlauchkar' (Karwendelhaus) führt.
Die Vergrößerung zeigt die Wegführung


... um 18.30 Uhr erreichen Ralf und ich das
Karwendelhaus (1771 m) ;
Heinz und Manfred, die auf die Besteigung der 'Großen Seekarspitze' verzichteten, 
erreichten das Karwendelhaus um 18.00 Uhr.
Für die Überschreitung von der Pleisenhütte zum Karwendelhaus sollte bei günstigen Bedingungen ein
realistischer Zeitansatz (incl. angemessener Pausen und ohne Besteigungen von Gipfeln)
von ca. 10 Stunden einkalkuliert werden

 

Östliche Karwendelspitze (2537 m)

Mittwoch, den 10.10.2007, von 08.45 Uhr bis 14.15 Uhr -
Route: Karwendelhaus - Östl. Karwendelspitze - Karwendelhaus



Die Östliche Karwendelspitze (2537 m)
Die Vergrößerung zeigt den gegangenen Weg. Auf die Östliche Karwendelspitze führt kein
bezeichneter Weg. Für den Anstieg ist die breite Schotterrinne, die an der Ostseite des Berges
deutlich zu erkennen ist, zu nehmen.


... im Bild links die breite Geröllrinne, die es aufzusteigen gilt


... bereits im 'Wank' angekommen und auf dem Weg zum Gipfel.
Hier ein Blick zurück zum
Karwendelhaus.
Ab und zu markieren Steinmänner den Weg nach oben;
- ein Verlaufen ist hier nicht möglich, einfach immer Richtung Gipfel ...


... eine Wolke legt sich um den Gipfelaufbau


... die letzten Meter und wir stehen auf dem Gipfel der 'Östlichen Karwendelspitze' (2537 m)


... auf dem Gipfelgrat zur Östlichen Karwendelspitze



... geschafft ;
- Manfred hat die Staatsgrenze schon überschritten und steht bereits auf bayerischem Gebiet


... ein Tiefblick vom Gipfel der Östlichen Karwendelspitze (2537 m) ins Karwendeltal



... der Abstieg erfolgt durch das 'Grabenkar' ( I-II)



... die Hälfte des Abstieges durch das 'Grabenkar' ist geschafft, tief unten liegt das Karwendelhaus


... Blick von der Alm (unterhalb des Karwendelhaus) zurück in das 'Grabenkar'


... gegen 14.15 Uhr sind wir wieder am
Karwendelhaus angekommen


... damit der Nachmittag nicht zu lang wird, steigen Heinz, Ralf und ich auf den "Hausberg" des Karwendelhauses, das 'Hochalmkreuz' (2198 m)
 


... eine Stunde später am Gipfelkreuz


... Blick vom Gipfelkreuz des 'Hochalmkreuz' hinauf zur 'Birkkarspitze' (2749 m)

Heimreise
 
am Donnerstag, den 11.10.2007


... nach dem Frühstück geht es gegen 09.00 Uhr vom Karwendelhaus durch das herrliche
Karwendeltal in Richtung Scharnitz (Parkplatz "Karwendeltäler")


... vorbei an der '
Larchet Alm' (Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit) -
im Schatten ist es schon bitterkalt - der Winter steht kurz bevor ...


... ein letzter Blick zurück ins schöne Karwendeltal


... wir queren über den 'Karwendelsteg' ins Hinterautal und bestaunen von der luftigen Holzbrücke
die beeindruckende Karwendelklamm



Um 13.15 Uhr sind wir wieder am Auto -
... fünf herrliche Tage sind vorüber und wir "fliegen" über die Autobahn nach Nordhessen zurück, -
während die Bergwacht den nächsten Einsatz im Karwendel fliegt ...

Fazit:

Jederzeit wieder !!!


 

 KARWENDEL-TOUR  (Tourenbeschreibung)          

Neben der üblichen Tourenausrüstung ist es ratsam, dass Helm, Gurt, Klettersteigset und Steigeisen
(oder zumindest Grödel) mitgeführt werden.

 1.Tag

Anreise von Nordhessen bis Scharnitz, Hinterautalstraße
(Parkplatz „Karwendeltäler“). Ca. 600 Km / 6-7 Std. Fahrtzeit.
Aufstieg von Scharnitz (940m) zur
Pleisenhütte (1757m) = 2 Stunden / 800 Hm
Übernachtung auf der Pleisenhütte.


Erläuterungen:
Von Scharnitz nimmt man zunächst den Weg ins Hinterautal, von dem nach ca. 20 Minuten beim Schönwieshof der Hüttenweg zur
Pleisenhütte abzweigt (gut bezeichnet). Auf dem bequemen Forstweg erreicht man nach ca. 2 Stunden die gemütliche Pleisenhütte (1757 m), die in wunderbar sonniger Lage auf dem Ausläufer des Pleisengrates gelegen ist. Beim Aufstieg lassen sich die ausholenden Kehren des Forstwegs ab und zu  auf gebahnten Pfaden abkürzen. Von der herrlich gelegenen Pleisenhütte hat der Betrachter einen Panoramablick auf die Mieminger Kette, das Wettersteingebirge und hinüber bis zur Zugspitze.  

 2.Tag

Ab Pleisenhütte - Besteigung der PLEISENSPITZE (2569m)
Aufstieg 2 Stunden, Abstieg Richtung Pleisenhütte ca. 1 Stunde / 810Hm
Im Abstieg von Pleisenspitze über eine Abzweigmöglichkeit am Pleisengrat ins Mitterkar) – Besteigung der LARCHETKARSPITZE (2541m) und anschl. Abstieg zurück zur Pleisenhütte. Übernachtung Pleisenhütte.

Erläuterungen:
Pleisenspitze (2569m)
Die Pleisenspitze ist der westlichste Gipfel in der Karwendelhauptkette. Durch ihre günstige Lage ist sie von Scharnitz aus ohne zu langen Zustieg als Tagestour zu begehen. Von der Hütte führt der Weg über den Hinteren Pleisengrat zum Gipfel. Der Grat fällt nach Osten steil ab, bildet aber auf der Westseite, durch die der Weg verläuft, einen sanften Rücken. Der Abstieg kann bei Feuchtigkeit zu einer Rutschpartie werden, deshalb ist bei Nässe und Neuschnee gebührende Vorsicht geboten.

Erläuterungen:
Larchetkarspitze (2541 m)
Die Larchetkarspitze (2.541 m) befindet sich im Karwendelhauptkamm zwischen Pleisenspitze und Großer Riedlkarspitze. Von der Pleisenhütte quert man entlang des Weges, der zum Karwendelhaus führt, hinein in das Mitterkar. Die Gipfelflanke ist ca. 40 Grad steil und führt nach rechts (unmittelbar vorm Gipfelaufbau) in eine V-Scharte. Von dort geht es gesichert (III−) zum höchsten Punkt.

 3.Tag

Übergang Pleisenhütte – Karwendelhaus  (Gehzeit: mindestens  8 Stunden)
> mit Abstecher zur Breitgrieskarspitze (2590 m)
> und  Besteigung der Großen Seekarspitze (2766 m)
   Übernachtung
Karwendelhaus.

Erläuterungen:
Die westliche Karwendelhauptkette zwischen Pleisenspitze und Birkkarspitze ist gekennzeichnet durch mächtige Grate, die von den Gipfeln nach Norden und Süden ausladen und großflächige Kare umschließen. Die Gipfel zwischen Pleisenspitze und Ödkarspitzen, wie die Larchetkarspitze (2541 m), Große Riedlkarspitze (2585 m), Breitgrieskarspitze (2590 m), Große Seekarspitze (2679 m) und Marxenkarspitze (2636 m), werden recht selten besucht. Von der Pleisenhütte zum Karwendelhaus verläuft ein ausreichend markierter, stellenweise gesicherter, hochalpiner Übergang durch diese Mondlandschaft, der ganz dicht am Gipfel der Breitgriesskarspitze entlang führt. Von der Pleisenhütte kurz auf dem Steig zur Pleisenspitze, dann um den Hinteren Pleisengrat herum und durch das Mitterkar zum Punkt „Bei der Kuchl“ (Fuß vom Südgrat der Larchetgratspitze). Auf einem gesicherten Band in eine steile Geröllrinne und diese hinab in Hinterkar. Das Hinterkar in nordöstlicher Richtung auf die Breitgrieskarspitze hinzu queren. Drahtseile leiten über steile Schrofen in der Westflanke der Breitgrieskarspitze hinauf bis auf ein breites Geröllband, auf dem man nach Süden quert, bis man den Südgrat (Blassengrat) erreicht hat. Von hier aus besteht die Möglichkeit auf die Breitgrieskarspitze zu klettern (ungesichert). Vom Gipfel aus zurück zur Abzweigung, über steile Schrofen (I) hinab ins Breitgriesskar und unter der mächtigen Ostwand der Breitgriesskarspitze zur Breitgriesskarscharte. Dort befindet sich eine Biwakschachtel (Unimog-Aufbau). Hinauf zur Seekarscharte Jenseits hinab ins Seekar (übrigens benannt nach einem kleinen See inmitten der Gerölllandschaft, im September 2003 eher ein grüner Fleck) und weiter ins Marxenkar. Dieses zum Nordgrat der Ödkarspitze queren, steil auf diesen hinauf, wo man auf den Brendelsteig trifft, über diesen weiter zum Karwendelhaus.

Große Seekarspitze (2677m)
Die Große Seekarspitze ist eine ebenmäßige Pyramide mit steilen Schuttflanken, aus denen ein felsiger Gipfelaufbau herausragt. Sie ist sechsthöchster Karwendelgipfel.  Von der Breitgriesskarscharte über Steigspuren zum Sattel zwischen der Kleinen und der Großen Seekarspitze. Über den Nordgrat aufsteigen, - zunächst durchSchutt, am Ende steiler und brüchiger Fels (I). Der Anstieg vom Sattel über den Nordgrat nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch.

4. Tag

Vom Karwendelhaus aus  wird die östliche Karwendelspitze (2537 m) und am späten Nachmittag der Hausberg des Karwendelhauses, das ‚Hochalmkreuz’ (2198 m) bestiegen.

Erläuterungen:
Die Östliche Karwendelspitze (2537 m) ist ein schönes, aussichtsreiches Gipfelziel in der Nördlichen Karwendelkette. Auf die Östliche Karwendelspitze führt kein markierter Weg. Der Weg ist jedoch anhand der Trittspuren und erbauten Steinmännern auszumachen. Am Fuß der östlichen Karwendelsspitze angekommen, steigt man durch eine steile Geröllrinne auf und quert am Ende nach links in den ‚Wank’.  Vom
Karwendelhaus geht man zunächst den Fahrweg zum Bärnalpl und geht von dort ohne Höhenverlust rechts ab in Richtung Östliche Karwendelspitze. Dann steigt man die beschriebene Geröllrinne dunklen Latschengürtel deutlich erkennbare Geröllrinne hinauf (deutlicher Zickzack-Weg im Geröll). Oberhalb des Latschengürtels quert man westlich und steigt dann an der westlichen Begrenzung des Südhangs des Wank (Name des Hanges) hinauf. Über Schotter zum Gipfelgrat und über diesen in kurzer Kletterei ( I ) hoch zum Gipfel.
Zum Abstieg bietet sich eine  „Geröllabfahrt“ durch das Grabenkar an. Dazu geht man vom Gipfel über den Grat Richtung Westen zurück bis zu der markanten Scharte. Dann hinab in die Südflanke. Stets links haltend, bis zu einer kurzen Rinne, die zum höchsten Punkt des Grabenkars hinabzieht. Jetzt durch das Grabenkar hinab, bis man unten auf den Aufstiegsweg stößt und zurück  zum Karwendelhaus.

 5. Tag

Nach dem Frühstück, Wanderung vom Karwendelhaus  auf der „Via Alpina“ (Karwendeltal) bis zum Parkplatz nach Scharnitz. 
Gehzeit ca. 4,5 Stunden. 
Anschließende Heimfahrt.

zurück zum Seitenanfang

 

Outdoor Ausrüstung sicher online kaufen bei bergzeit.de

RB Media Group - Ihre Partner im Bereich Computer & Internet

Startseite | Kontakt | Gästebuch | Inhaltsverzeichnis | Links | Impressum
Copyright © 2006 - 2016