Wanderung Bergsteigen über Besseggen Peer-Gynt-Weg Jotunheimen Nationalpark Gjende Bessvatnet Norwegen


Überschreitung des Besseggen
 

(Peer-Gynt-Weg)

 
Norwegen - Nationalpark Jontunheimen -


Gjendesheim
 



Kartenausschnitt

 



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Montag, den 06.06.2016
 

Eine anspruchsvolle Bergtour über den Besseggen, über den der norwegische Schriftsteller Ibsen seinen Helden Peer Gynt in  wildem Ritt auf einem Renntier schickte, so zumindest die Sage. Man kann mit einer Fähre von Gjendesheim bis Memurubu fahren (ab Mitte Juni) und von dort die 13 Km / 1000 hm bis Gjendesheim in ca. 6-7 h zurücklegen. Ich bin direkt von Gjendesheim über den Besseggen gestiegen und von Memurubu zu Fuß am See entlang zurück nach Gejendesheim gelaufen (23 Km / 1150 hm /11-12 h). Die allgemein schönere, aber sicher auch die anstrengendere Variante.

(Bilder, die mit dem Zeichen versehen sind, lassen sich durch anklicken des Buttons oder des Bildes selbst, vergrößern und enthalten oft nützliche Hinweise zur Tour selbst)


  ... der Parkplatz in Gjendesheim (984) ist Ausgangspunkt der Bergtour über den Besseggen (Peer-Gynt-Weg). Es handelt sich um eine anspruchsvolle Gebirgswanderung, zwar auf markierten, gut erkennbaren Pfaden gegangen wird, wobei jedoch bei schlechten Sichtverhältnissen und/oder schlechtem Wetter von einer Begehung abgeraten wird. Allgemein werden für die Strecke Memurubu - Gjendesheim ca. 6 Stunden (13 Km/ 980 hm) reine Gehzeit angesetzt. Trifft man den Entschluss, keine halben Sachen zu machen und von Gjendesheim ausgehend die Tour bis Memurubu zulaufen, sowie als Rückweg den Pfad am Seeufer zu wählen (ca. 23 Km /1150 hm), sollte man ca. 12 Stunden für diese Tour ansetzen. 

ROUTE (Übersicht)


  ...  oberhalb des Parkplatzes beginnt der Peer-Gynt-Weg ab Gjendesheim (984). Die Vergrößerung zeigt den Einstieg in den Bergpfad der u.a. zum Besseggen hinaufführt. Ich gehe um 04.00 Uhr los, weil die Firnfelder über den Besseggen noch nicht durch die Sonneneinstrahlung aufgeweicht sind und sich deshalb am frühen Morgen besser begehen lassen


  ... mit dem Schiff hat man ab ca. Mitte Juni die Möglichkeit bis Memurubu zu fahren und von dort die Bergtour über den Besseggen bis Gjendesheim zu starten. Das erste Schiff fährt dann täglich um 08.00 Uhr los und kann ca. 100 Wanderer transportieren. Das nächste Schiff fährt drei Stunden später ab. In der Hauptsaison kommt es vor, dass nicht alle Wanderer mitfahren können. Da heute erst der 06.06.2016 ist, fahren die Schiffe noch nicht und somit bin ich tatsächlich ganz allein über den Besseggen unterwegs. Auf dem Foto bin ich die ersten hundert Meter aufgestiegen und es ist tatsächlich um 04.00 Uhr taghell.


... der Weg über den Besseggen (Peer-Gynt-Weg) ist hervorragend ausgeschildert und auch ausgetreten. Ein Verlaufen ist kaum möglich, es sei denn es kommt Nebel auf oder eine Wetterverschlechterung tritt ein. Aus diesem Grund führe ich auf meinen Touren zur Sicherheit stets mein GPS-Gerät, eine Gebietskarte und einen Kompass mit.


... der Weg führt in nördliche Richtung stetig ansteigend auf die Gebirgskette des Veslefjellet zu. In Norwegen werden die Wanderwege und Steige mit einem roten "T" gekennzeichnet; - immer ein sicheres Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist


  ... an diesem Wegweiser halte ich mich links und folge der Beschilderung in Richtung Besseggen. Die Spuren im Altschneefeld geben den Weg vor


  ... ich bin ca. eine halbe Stunde unterwegs, als die Sonne über dem Gjende aufgeht


  ... ein Blick auf das übersichtlich angelegte Gjendesheim


... die ersten Sonnenstrahlen verzaubern diese wundeschöne Gebirgslandschaft


... noch ein Foto von mir und schon geht es rechts haltend weiter nach oben


... der Weg führt direkt auf den markanten Wasserfall (Bildmitte) zu


  ... der im oberen Teil überquert wird


... ein Rückblick oberhalb des Wasserfalls auf Gjendesheim und den Campingplatz Maurvangen, der direkt an der Nationalstraße 51 liegt


... immer wieder weisen auch 'Steinmännchen' den richtigen Weg


... der Weg zum Besseggen führt direkt über den Gipfel des Veslefjellet (1743), also gerade aus nach oben


... vom Firnfeld unterhalb des Veslefjellet (1743) bietet sich dieser Blick zurück in Richtung Südosten


... unterhalb des Veslefjellet (1743) bietet sich dieser Blick auf den Gjende, wobei Gjendesheim nur noch als kleiner Punkt in dieser gigantischen Landschaft auszumachen ist


  ... hier das Ganze näher herangezoomt


... nur noch wenige Höhenmeter und der Verslefjellet (1743) ist erreicht


  ... der Gipfel des Veslefjellet kommt langsam näher und man erkennt einen riesigen Steinmann, der am höchsten Punkt errichtet wurde


... der unspektakuläre Gipfel des Veslefjellet wird um 06.00 Uhr überschritten und es geht auf den Besseggen zu. Der Grat des Besseggen teilt die beiden Gebirgsseen Gjende (984) und Bessvatnet (1373). Das Besondere am schmalen Besseggen-Grat ist, dass der Gjende ca. 400 Meter tiefer liegt als der Bessvatnet. Nur der schale Felsgrat des Besseggen hält die Wassermassen des Bessvatnet zurück. Sollte dieser Grat einmal brechen, gibt es sicherlich kein Gjendesheim mehr.


  ... es ist jetzt 07.00 Uhr und ich habe den Besseggen erreicht. Hier oben lässt man seine Sorgen und den Alltagsstress weit hinter sich.

'Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten'.
(Zitat von Albert Einstein)


  ... tiefblau liegt der Bergsee Gjende auf 984 Metern , der links liegt noch zugefroren der Bessvatnet auf 1373 Metern über dem Meeresspiegel. Ein fantastisches Naturschauspiel, welches Bilder kaum wiedergeben können


  ... ein Blick aus dem Besseggen zurück nach Gjendesheim



  ... ich steige den Grat zum Bessvatnet vorsichtig ab


... der Abstieg ist nicht schwierig und erfordert keine besonderen Kletterkenntnisse


... schwindelfrei sollte man allerdings schon sein, gerade wenn man die Tour 'verkehrt herum' läuft, also von Gjendesheim in Richtung Memurubu.


... das Seeufer des Bessvatnet (1373) habe ich erreicht. Den Grat des Besseggen, welchen der Nationalheld Peer Gynt auf dem Rücken eines Renntieres gemeistert haben soll, habe ich vorsichtig abkletternd auch geschafft. Mit einem Renntier unter dem Hintern, wäre ich sicherlich kläglich gescheitert.


... jetzt wird der kurze, unschwierige Gegenanstieg zum Bandet angegangen


  ... Blick vom Bergrücken des Bandet zurück auf den Grat des Besseggen. Links der zugefrorene Bessvatnet, rechts der Gjende. Auf dem Foto wird deutlich, wie die natürliche Felsbarriere die Wassermassen des Bessvatnet zurückhält  


... nachdem der Besseggen gemeistert wurde, geht es weiter in Richtung Memurubu (984). Ich komme um 09.30 Uhr am Bergsee Bjornboltjorna vorbei, den ich linksseitig umgehe


... an dieser Stelle kommt die kleine Siedlung Memurubu am Gjende  erstmals in Sicht. Ein markierter Pfad führt direkt hinunter nach Memurubu


... um 11.15 Uhr erreiche ich Memurubu. Da die Schiffahrt auf dem Gjende noch nicht in Betrieb ist, laufe ich am Seeufer nach Gjendesheim zurück


  ... der Pfad führt gut markiert 10 Kilometer am Seeufer des kristallklaren Gjende entlang


  ... bietet immer wieder tolle Blicke über den See


... und ist recht abwechslungsreich mit mehreren kleinen An- und Abstiegen


... an dieser Schautafel angekommen, ist der Weg nach Gjendesheim nicht mehr weit. Gegen 16.15 Uhr treffe ich wieder in Gjendesheim ein. Eine erlebnisreiche, aber auch anstrengende Bergtour über den Besseggen (Peer-Gynt-Weg) geht nach über 12 Stunden Fußmarsch zu Ende. Diese Tour ist ein landschaftlicher Hochgenuss und zählt zu Recht zu einer der schönsten Bergwanderungen Norwegens. Sehr empfehlenswert.
 

Weitere Bergtouren dieser Reise:

  Besseggen (Peer-Gynt-Weg)

  Galdhoppigen (2470 m)

  Klettersteig 'Via Ferrata Loen'

Trolltunga (Trollzunge)

  Preikestolen (Lysefjord)


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