Oetztaler Alpen


Similaun (3606 m)  -  Tisenjoch "Ötzi"-Fundstelle (3210 m)   

 Österreich - Ötztal - Vent - Similaun


Kartenausschnitt
 
07.07.2012 - 10.07.2012 Von Vent (Ötztal) über Martin-Busch-Hütte zur Similaunhütte. Besteigung des Similaun und weiter zur berühmten "Ötzi"-Fundstelle am Tisenjoch



Am Samstag, den 07.07.2012 treffe ich am späten Nachmittag in Vent (Ötztal) ein und nehme mir ein Zimmer im sehr gut geführten Hotel 'Alt Vent Tyrol' . Hier in Vent trifft sich unsere Gruppe am Sonntagnachmittag zur Hochtourenwoche durch die Ötztaler Alpen


 Am Sonntagvormittag fahre ich nach dem Frühstück von Vent hinunter nach Zwieselstein (bei Sölden), durch das Gurgler Tal hinauf bis Obergurgl und über die Hochalpenstraße hinauf zum Timmelsjoch. Vom Monument "Timmelsjoch - Erfahrung" hat der Besucher einen schönen Blick auf das Bergdorf Obergurgl und die Ötztaler Bergwelt mit dem Gurgler Ferner im Hintergrund rechts


Ich hatte Glück und konnte mich in aller Ruhe am Timmelsjoch (2501m) umsehen. Das Monument "Timmelsjoch Erfahrung" gibt sehr viel Informationen zur Geschichte und Entwicklung der Region. Sehr interessant! Unter anderem wird von der Landung eines unbekannten Flugobjektes im Jahr 1931 berichtet ....
 

Am 27.05.1931 tauchte ein unbekanntes Flugobjekt am Himmel des hinteren Ötztales am Timmelsjoch auf, um schließlich auf dem Gurgler Ferner oberhalb des Bergdorfes Obergurgl notzulanden. Passagier war der schweizer Physiker und Ballonfahrer Auguste Piccard, der mit dieser Spezialdruckkapsel die Weltrekordhöhe von 15.781 Metern erreichte. Ein Jahr nach der Notlandung wurde die Kapsel geborgen. In Obergurgl erinnert das Piccard-Denkmal an diese weltgeschichtliche Leistung.


Endlich ist es dann soweit: Am Sonntag, gegen 13.00 Uhr, brechen wir auf und verlassen Vent (1900m). Unser Tagesziel ist die Similaunhütte (3019m).
Die reine Gehzeit von Vent zur Similaunhütte beträt ca. 4,5 Stunden. Eine Rastgelegenheit bietet die Martin-Busch-Hütte (2501m) die auf halber Strecke liegt.


Scheinbar endlos zieht sich der Weg von Vent (1900m) durch das Niedertal hinauf zur Martin-Busch-Hütte (2501m), die wir nach ca. 2 Stunden erreichen sollten. Hier, kurz hinter Vent, beginnt die Baumgrenze. Die Landschaft wird ab hier karger uns karger, was die folgenden Bilder deutlich werden lassen ...


... die Martin-Busch-Hütte (2501m) kommt in Sicht; - allerdings bleibt uns keine Zeit zur Einkehr, da noch ein langer Weg hinauf zur Similaunhütte (3019m) bevorsteht.


... von der Martin-Busch-Hütte aus gehen Steige in alle Himmelsrichtungen;
- diese Wegtafel steht direkt bei der Martin-Busch-Hütte und gibt die Gehzeiten an.
... also noch gut 2 Stunden bis hinauf zur Similaunhütte


 ...noch einmal ein Blick zurück zur Wilhelm-Busch-Hütte


... die Similaunhütte ist noch nirgends zu sehen. Sie liegt hinter diesem Bergrücken linksseitig


  ... ein Blick zurück zur Martin-Busch-Hütte, die schon nicht mehr auszumachen ist ...


... nach ca. 4,5 Stunden  Gehzeit erreichen wir endlich die Similaunhütte (3019m); - wie man sieht, im Nebel ...


... doch der nächste Morgen entschädigt. Herrlicher Sonnenschein !!! Hier, von der Terrasse der  Similaunhütte , brechen wir zu unserer ersten Tagesetappe auf; der 3606 Meter hohe Similaun wird bestiegen.


  ... ein Blick auf den Similaun (3606m)
(Anm.: Die Aufnahme wurde am Nachmittag oberhalb der Ötzi-Fundstelle gemacht)


... noch ein Gruppenbild vor der Similaunhütte und los geht's ...


... unweit der Similaunhütte wird der Niederjochferner betreten. Hier legen wir unsere Steigeisen an und seilen uns als Seilschaft ein.


... ein Blick zurück über den lang gezogenen Niederjochferner ins Niedertal
(... oder vielleicht treffender 'Nebeltal')



 ... hier noch einmal die Similaunhütte (3019m); die Fineilspitze liegt noch im Nebel, während das Tisenjoch mit der berühmt gewordenen Ötzi-Fundstelle (links oberhalb der Hütte) bereits in der Sonne liegt


... über dem Niederjochferner thront majestätisch der Similaun (3606m)


... am Gipfelgrat zieht es sich leicht zu


... es klart aber immer wieder auf. Das Gipfelkreuz ist schon in Sicht


 ... ich selbst am Gipfelkreuz des Similaun (3606m)


  ... nach einer kurzen Rast am Gipfel heißt es wieder 'Abstieg'. Beeindruckend liegt der Niederjochferner vor uns.


... ein letzter Blick zurück zum Gipfel

  ... nach einer kurzen Rast an der Similaunhütte, steigen wir hinauf auf den Jochköfel (3143m), der direkt oberhalb der Similaunhütte liegt und folgen dem Gratverlauf bis zum Tisenjoch (3210m), welches durch den Fund des Eismannes 'Ötzi' Berühmtheit erlangte. Von dort geht es dann weiter bis zur Schönen-Aussicht-Hütte (auch 'Bellavista' genannt), unserem Tagesendziel


  ... wir sind am Tisenjoch (3210m) angekommen. In der Bildmitte ist das 'Ötzi'-Denkmal bereits auszumachen. Ca. 100m rechts vom Denkmal liegt die tatsächliche Fundstelle des Eismannes, der allgemein 'Ötzi' genannt wird.


Mehr über den Eismann 'Ötzi'

Im Spätsommer 1991 fanden Bergwandererin den Ötztaler Alpen, hier am Tisenjoch, eine mumifizierte männliche Leiche, die über fünf Jahrtausende vom Eis des Similaun-Gletschers eingeschlossen war. “Ötzi”, wie er nach dem Fundort benannt wurde, war zu Lebzeiten etwa 1,60 m groß,50 bis 55 Kg schwer und 35 bis 40 Jahre alt.
Mit dem mumifizierten Leichnam wurden auch Reste seiner Kleidung und Ausrüstung gefunden. Daraus konnten die Forscher erstmals rekonstruieren, was ein Mann vor fünftausend Jahren, also in der Jungsteinzeit trug.



  ... ein Blick vom Denkmal auf die Fundstelle des Eismannes 'Ötzi'.


  ... hier der Beweis, dass ich auch wirklich da war


 ... Aufstieg zum Hauslabjoch (3279m) und ein letzter Blick hinüber zum Similaun (3606m)


... der Übergang am Hauslabjoch (3279m) auf den Hochjochferner. Im Hintergrund die Fineilspitze (3516m) ...


 ... ein Blick über den Hochjochferner hinunter ins Rofantal


... der Schnee ist weich und alle paar Meter sackt eine(r) unserer Gruppe ein oder hängt in einer Spalte fest. Ein wirklich anstrengendes Unternehmen, welches keine richtige Bergstimmung oder Begeisterung aufkommen lässt ...


  ... bis zur Schöne-Aussicht-Hütte 'Bellavista' (am Hang gegenüber) ist es noch ein weiter Weg


... an den querenden Moränen und Felsbändern (Punkt 3144m) muss teilweise recht steil abgestiegen werden


... und immer wieder Gletscherspalten


... hier sind wir bereits im unteren Gletscherbereich des Hochjochferners; - im Hintergrund das Sommerskigebiet mit den Liftanlagen


  ...und meistern noch den Anstieg zur 'Bella Vista' (2842m)
(Schöne-Aussicht-Hütte)


... ein Blick von der 'Bella Vista' lässt gerade im Sommer die hässlichen Spuren
des Skitourismus erkennen.


Schöne-Aussicht-Hütte (2842)
... von der ich zurück nach Vent aufbreche.


  ... unweit der  Schöne-Aussicht-Hütte  überschreite ich die italienisch-österreichische Grenze mit dem alten Zollwachhaus (2861m)


    ... unterhalb des Rofenberges führt der markierte Steig immer talwärts in Richtung Hochjoch Hospiz und weiter bis Vent


 ... nach einigen Kilometern Fußmarsch erreiche ich schließlich die Weggabelung unterhalb des Bergrückens 'Arzbödele' (Punkt 2460m). Über die Brücke führt der Weg bis zur Martin-Busch-Hütte ...
 


  ... bereits nach wenigen Metern erschließt sich der Blick auf das am gegenüberliegenden Hang erbaute Hochjoch Hospiz (2412m) und in das nach Vent führende Rofental


  ... das Rofantal mit der tief einschneidenden Klamm


... die beeindruckende Rofan-Klamm ; -  kaum vorstellbar, dass hier ein riesiger Staudamm entstehen soll; - wobei sich bereits Widerstand aus der Bevölkerung gegen dieses Natur zerstörende Projekt erhebt!

'Politiker sollten Sponsorenjacken tragen, wie Formel-1-Fahrer, damit wir wissen, wem sie gehören.'
(Zitat von Robin Williams)
 


... langsam wird die Natur wieder vielfältiger. Endlich sieht man mal wieder Bäume und Sträucher ...


... der kleine Ort Rofen (2014m), liegt eine halbe Stunde Gehzeit oberhalb von Vent  ...


  ... von Rofen bis hinunter nach Vent regnet es in Strömen und das Wetter sollte auch in den nächsten Tagen nicht besser werden. So fällt der ungewollte Abschied nicht ganz so schwer...

Tourenverlauf:

> Alpenvereinskarte Nr. 30/2, Ötztaler Alpen - Weißkugel, 1:25000
> Alpenvereinskarte Nr. 30/1, Ötztaler Alpen - Gurgl, 1:25000
> Alpenvereinskarte Nr. 30/6, Ötztaler Alpen - Wildspitze, 1:25000

1. Tag:  Samstag, den 07.07.2012
Anreise mit dem Auto von Kassel über den Fernpass ins Obere Ötztal nach Vent.
Übernachtung im Hotel 'Alt Vent Tyrol' . (Parkplatz direkt hinter dem Hotel)

2. Tag: Sonntag, den 08.07.2012
Aufstieg durch das Niedertal über die Martin-Busch-Hütte (2501m) hinauf zur Similaunhütte, (3019 m).
Hm ↑ 1100 Gz ca. 4,5 h

3. Tag: Montag, den 09.07.2012
Besteigung des Similaun (3606m) über den Niederjochferner und über den Westgrat zum Gipfel. Abstieg zurück zur Similaunhütte. Nach einer kurzen Pause, erfolgt der Aufstieg zum Tisenjoch, nämlich zur „Ötzi”-Fundstelle (Eismann-Fundstelle). Weiter geht es über das Hauslabjoch und im Abstieg über den Hochjochferner zur Schöne-Aussicht-Hütte, auch  „Bella Vista” genannt.
Hm ↑ 1100 ↓ 1240 Gz ca. 8 h

4. Tag: Dienstag, den 10.07.2012
Abstieg von der "Bella Vista" über die Hütte 'Hochjoch Hospiz', weiter hinunter durch das Rofental bis Vent (Parkplatz). Anschließend Heimreise nach Kassel.
Hm  ↓ 950 ↑ 100  Gz ca. 4,5 h (ca. 15 Km Fußweg)
 

Fazit

Es sollte ursprünglich eine längere Tour werden und Gipfelbesteigungen wie die der Fineilspitze, Weißkugel, Fluchtkogel und der Wildspitze waren eingeplant. Leider zwangen mich gesundheitliche Probleme, die Tour vorzeitig zu beenden. Aber: Ein Gipfel ist besser als keiner!  ... und das Ötztal ist immer eine Reise wert! - Trotz der unschönen Verbauungen um die 'Bellavista'

zurück zum Seitenanfang

Outdoor Ausrüstung sicher online kaufen bei bergzeit.de

RB Media Group - Ihre Partner im Bereich Computer & Internet

Startseite | Kontakt | Gästebuch | Inhaltsverzeichnis | Links | Impressum
Copyright © 2006 - 2017