Stüdlgrat von Stüdlhütte Kals Heiligenblut Kärnten über Schere Teischnitzkees Stüdlgrat auf Grossglockner und über Glocknerscharte Eisleitl und Glocknerleitl Ködnitzkees zur Erzherzog Johann Hütte Adlersruhe und Lucknerhaus Lucknerhütte Ködnitztal Österre

 


Stüdlgrat

 

Großglockner (3798 m)
 

 Österreich - Kärnten - Kals - Stüdlhütte


Kartenausschnitt
 

TOURENPLANUNG

TOPO-STÜDLGRAT
 

14.08.2016 - 17.08.2016 Zusammen mit meinem Sohn Robin geht es über den Stüdlgrat auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner. Der Abstieg erfolgt über das Glocknerleitl zur die Adlersruhe und zurück zur Stüdlhütte    


Sonntag, 14.08.2016


Am Sonntag, den 14.08.2016, gegen 05.30 Uhr, starten mein Sohn Robin und ich von Kassel nach Kals am Großglockner. Wir haben uns vorgenommen, den Großglockner (3798) über den Stüdlgrat zu besteigen. Für Robin wäre es die erste Besteigung des Großglockner, für mich die Zweite, da ich den Glockner bereits am 05. August 2008 besteigen durfte ( Stüdlgrat - 05.08.2008). Wir fahren schließlich durch das malerische Ködnitztal dem Lucknerhaus entgegen und rasten noch einmal am schönen Schleierfall. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Blick hinauf zum Großglockner, wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist ...


... ein Blick vom Parkplatz am 'Schleierfall' hinauf zum Großglockner (3798) - ein imposanter und zugleich Österreichs höchster Berg


... u
m 15.00 Uhr treffen wir auf dem Parkplatz am Lucknerhaus (1918) ein und rüsten uns aus. Da Urlaubszeit ist, genießen viele Menschen die herrliche Natur des Glocknergebiets. Zum Glück steigen nur die wenigsten Besucher über den ausgesetzten und anspruchsvollen Stüdlgrat auf den Gipfel des Großglockner


... es ist 15.30 Uhr, als wir uns marschfertig ausgerüstet haben und zu unserem Tagesziel, nämlich der Stüdlhütte (2802), aufbrechen. Der gut markierte Weg führt uns vom Parkplatz Lucknerhaus (1918) hinauf zur Lucknerhütte (2241) und von dort aus weiter zur Stüdlhütte (2802). Vor uns liegen also noch knapp 900 Höhenmeter, die es nach der doch recht langen Fahrt zu bewältigen gilt. Aber wir wollten es so ...


... ein Blick zurück ins Ködnitztal mit dem Lucknerhaus (1918)


... erst gemächlich, dann steiler werdend, zieht der Weg (702B) hinauf zur Lucknerhütte (2241), welche exponiert auf dem ersten Absatz liegt und allgemein ein beliebtes Ausflugsziel für Tageswanderer ist.


... hier stehen wir an der Weggabelung oberhalb der Lucknerhütte (ca. 2350) an den so genannten Rinderböden. Nach rechts führt der Weg (712A) zum Mürztaler Steig, der u.a. auf die Adlersruhe und hinüber zur östlich gelegenen Salmhütte führt


  ... wir bleiben aber auf dem Weg 702b, der uns direkt zur Stüdlhütte (2802) führt.


  ... wir spüren die Anstrengung in unseren Knochen, als wir gegen 18.20 Uhr, die Stüdlhütte erreichen
. Nach der langen Autofahrt war der Aufstieg zur Stüdlhütte eine echte Herausforderung, zumal wir unser Gepäck selbst hinauf getragen haben. Nach einem hervorragenden Essen auf der Stüdlhütte legen wir uns zeitig Schlafen, denn am nächsten Morgen steht eine Eingehtour zur Erzherzog-Johann Hütte (Adlersruhe) auf dem Programm. Die Erzherzog-Johann-Hütte (3454), die auf der Adlersruhe, unterhalb des Glöcknerleitl erbaut wurde, ist die höchst gelegene Hütte Österreichs. Ein lohnendes Ziel, um sich für den Stüdlgrat zu akklimatisieren.

Montag, 15.08.2016


  ... um 07.30 Uhr brechen Robin und ich nach dem Frühstück von der Stüdlhütte (2802) zur Erzherzog-Johann-Hütte (3454) / Adlersruhe, unserem Tagesziel, auf.


... hier steigen wir auf dem Weg 712 über den Salzkopf  zum Ködnitzkees. Zur Erklärung: In Österreich wird ein Gletscher im Allgemeinen als 'Kees' bezeichnet.


... hier stehe ich etwas unterhalb des Ködnitzkees. Rechts hinter mir der beeindruckende Großglockner (3798)


  ... wir erreichen wenig später die Ausläufer des Ködnitzkees. Wer glaubt, man läuft die ersten hundert Meter über eine Schutthalde, der irrt gewaltig! Wie das nächste Bild zeigt, liegt der zu sehende Steinschutt auf einer mehr oder weniger dicken Eisdecke, die im Laufe der Zeit zunehmend dünner werden dürfte ...


... hier der Beweis! An dieser Stelle ist die Eisdecke auf ca. 1x1 Meter eingebrochen und das Loch ist recht tief. Man sollte also auf diesem tückischen Schuttfeld durchaus Vorsicht walten lassen.


... am Rande des Eisfeldes legen wir unsere Steigeisen an und gehen in Seilschaft in nördliche Richtung, immer der Adlersruhe entgegen


... Robin auf dem Ködnitzkees, welches ab hier steiler ansteigt


... und das gleiche noch einmal mit mir, in Blickrichtung Adlersruhe (Erzherzog-Johann-Hütte)


... am rechten Sporn, dem sog. Kampl, queren wir in die Felsen und es geht im Klettersteig ohne nennenswerte Schwierigkeiten bis hinauf zur Erzherzog-Johann-Hütte (3454)


  ... im gut versicherten Klettersteig geht es auf die Adlersruhe (3454)


... die letzten Meter zum Erzherzog-Johann-Haus (3454) führen noch einmal senkrecht nach oben


... um 11.30 Uhr erreichen wir die gut geführte Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe (3454). Wir machen hier eine 45minütige Mittagspause, stärken uns mit einer Kartoffelsuppe und einem Radler, danach geht es an den Abstieg und  zurück zur Stüdlhütte (2802). Wir gehen auf unserem Aufstiegsweg zurück.


... ein Blick von der Adlersruhe hinüber zur Franz-Josefs-Höhe (Pasterze) ...


... und auf das Große Wiesbachhorn (links) und den Fuscherkarkopf (rechts), welchen ich auf unserer Tour in 2008 schon bestiegen habe


... ein Blick aus dem Klettersteig 'Adlersruhe' hinunter auf das bereits erwähnte Kampl, das Ködnitzkees und das Ködnitztal


... bedingt durch Schneereste ist es stellenweise sehr glatt im Steig. Wir steigen vorsichtig ab und erreichen um 14.30 Uhr die Stüdlhütte. Die im nächsten Bild zu sehende Informationstafel steht vor der Stüdlhütte und liefert die wichtigsten Informationen zum Stüdlgrat.


... wichtige Informationen zum Aufstieg über den Stüdlgrat gibt diese Informationstafel, die in unmittelbarer Hüttennähe steht

 
Vergrößerung TOPO - Stüdlgrat

Markante Punkte im Auf- und Abstieg:

1. Teischnitzkees:
Spaltengefahr! Begehung deshalb nur angeseilt
2. Einstieg:
Höhe 3320 m ; ca. 1,5 h von Stüdlhütte ; Kletterschwierigkeit bis Frühstücksplatz (Tafel) nach UIAA bis 3, überwiegend 1 - 2+
3. Frühstücksplatz
Höhe 3550 m ; ca. 3 h von Stüdlhütte. Bei Zeitüberschreitung noch gute Umkehrmöglichkeit; UIAA 3 ; Beginn der Hauptschwierigkeiten
4. Kanzel
Höhe 3580 m ; Kletterschwierigkeit UIAA 3
5. Ausbruch (Roter Fleck)
Höhe 3630 m ; Kletterschwierigkeit UIAA 3+ ; 10m Stahlseilsicherung
6. Glatte Kante
Höhe 3690 m ; Kletterschwierigkeit UIAA 4-
7. Kleine Platte
Höhe 3710 m ; Kletterschwierigkeit UIAA 3+
8. Platte
Höhe 3730 m ; Kletterschwierigkeit UIAA 3+
9. Gipfel - Großglockner
Höhe 3798 m ; unter normalen Bedingungen und Sicherung am laufenden Seil ca. 6 h von Stüdlhütte. Anmerkung: Bei Standplatzsicherung und/oder schlechten Witterungsverhältnissen plus bis zu 3 Stunden länger
ABSTIEG:
10. Glocknerscharte
Höhe 3750 m
11. Eisleitl
Höhe 3700 m bis 3550 m ; Steigeisen und Seilsicherung erforderlich ; Orientierungsprobleme bei schlechten Witterungsbedingungen!

HINWEISE:
Bei schlechten Witterungsbedingungen können sich die Kletterschwierigkeiten am Stüdlgrat um bis zu zwei Grade (UIAA) erhöhen. Mit zunehmender Höhe verringert sich die Leistungsfähigkeit eines jeden Menschen. Durch unüberlegte Handlungen und Selbstüberschätzung können andere Bergsteiger/innen und auch Rettungskräfte in Gefahr gebracht werden. Im Zweifelsfall wird geraten, sich einer Bergführerin oder einem Bergführer anzuvertrauen.

Dienstag, 16.08.2016


... am Dienstag, den 16.08.2016, um 04.45 Uhr, ist die Nacht vorbei. Nach einem schnellen Frühstück, geht es um 05.30 Uhr aus der Stüdlhütte und direkt in die nach Norden hochziehende Schuttflanke (Bergrücken), über die wir die Schere (3037) am Teischnitzkees erreichen.


... die ersten zweihundert Höhenmeter ab der Stüdlhütte (2802)  haben es in sich und man kommt, trotz der Morgenkälte, ganz schön ins Schwitzen 


... rechtsseitig zieht der Luisengrat  hinauf in Richtung Großglockner. Die im Hintergrund, vor dem Großglockner liegend, zu sehende Graterhebung ist der Luisenkopf, dem sich die Luisenscharte (3175) anschließt. Die Luisenscharte trennt den Luisengrat vom Stüdlgrat. Etwas oberhalb der Luisenscharte steigt man im Blockgelände der 'Petersstiege' (3320) in den Stüdlgrat ein. Meist, wie auch heute, sind deutliche Steigspuren sichtbar.


... wir begehen das Teischnitzkees westseitig vom Luisengrat bis zum Einstieg (3320)


... ein Blick zurück über das Teischnitzkees zur Schere (3037)


... hier sind wir bereits einige Meter in der 'Petersstiege', die hinauf auf den Grat des Stüdlgrats führt


 
... die gängigen Führer beschreiben den Aufstieg über den Stüdlgrat sinngemäß wie folgt:
Von der Luisenscharte geht es links haltend vom Grat über Blockgelände (UIAA 1-2) aufwärts. Man kommt auf einen flacheren Gratteil und trifft schließlich auf eine Kaminrinne (UIAA 2+). Diese Kaminrinne wird durchstiegen und man hält sich jetzt immer linksseitig der Gratscheide, bis man zum  'Frühstücksplatz' kommt.


... bis zum Frühstücksplatz (3550) halten wir uns immer linksseitig des eigentlichen Grates und kommen gut voran


   ... steil zieht der Stüdlgrat dem Gipfel des Großglockner entgegen, aber noch ist die Hälfte des Grats nicht geschafft. Die Vereisung im Grat gebietet besonders aufmerksames und vorsichtiges Klettern, denn Fehler darf man sich hier keine erlauben.


  ... ich, im Nachstieg  unterhalb des Frühstückplatzes (3550)


  ... Robin im Vorstieg. Als sehr gutem Kletterer, hat er mit den ab und zu auftretenden Widrigkeiten des Stüdlgrates keine Probleme


  ... ein Rückblick über den unteren Teil des Stüdlgrats und des Luisengrats; - mit dem Teischnitzkees rechts und dem Ködnitzkess links des Grates 


  ... gute 50 Höhenmeter über uns erkennt man die Metalltafel des 'Frühstücksplatzes' (3550)


... Robin steht gerade am Frühstücksplatz, verdeckt aber die Tafel. Bei dem Frühstücksplatz handelt es sich um ein kleines Band, auf dem max. 6 Personen stehen können. Es ist kein Rastplatz, wie man ihn sich gewöhnlich vorstellt. Wir halten uns auch nur kurz auf und klettern in der linksseitigen Verschneidung (UIAA 3) nach oben. Wie schon angesprochen, beginnen die eigentlichen Schwierigkeiten hier. Und es geht auch schon richtig knackig los ...


... wer ausgesetzte Kletterei liebt, ist im Stüdlgrat genau richtig


... die Kanzel wird rechts umklettert (UIAA 3)


  ... hier ein Seitenblick hinüber zur Hoffmannspitze (3715). Auf dem weiteren Weg nach oben trifft man noch auf mehrere Platten und eine Steilstufe, die mittels eines herab hängenden Hangelseiles entschärft wurde. Es empfiehlt sich hier eine längere Bandschlinge als Tritthilfe einzusetzen. Wer ein recht genaues Topo vom Stüdlgrat benötigt, findet dieses auf der Seite www.bergsteigen.at . Wer nach dieser Wegbeschreibung tatsächlich die Route findet, genießt meinen vollsten Respekt, da diese eher Verwirrung statt Klarheit schafft. Mein Ratschlag ist, einfach der logischsten Route folgen, auf vorhandene Sicherungen und vor allem auf die markanten Kratzspuren von Steigeisen achten. Diese Kratzspuren sind meist ein sicheres Zeichen für den richtigen Weg nach oben. Zum Sichern von Standplatz zu Standplatz sollte Seil von 30 Meter Länge ausgegeben werden, der Rest gehört in den Rucksack, da er auf dem Weg nach oben nur hinderlich ist.


  ... einige markante Türme und Blöcke unterhalb der Platten, die westseitig umklettert werden


  ... hier ein bulgarischer Bergsteiger mit seiner Frau, die wir im Grat kennen gelernt haben. Beide 'verfolgten' uns bis zum Gipfel.


  ... hier befinden wir uns unterhalb der teilweise recht schwierig zu kletternden Platten, die aber hervorragend, wie der übrige Grat natürlich auch, mit Bohrhaken abgesichert sind. Alle 25-30 Meter kommt grundsätzlich ein Standplatz mit Ringhaken. Übrigens nähern wir uns dem Gipfel, der bereits im Hintergrund zu sehen ist


... hier gilt es auf Reibung zu klettern


  ... auch ich habe die Platten hinter mir gelassen.


  ... der letzte Aufschwung zum Gipfel des Großglockner (3798). Die rechte Spitze ist der Kleinklockner (3770). Deutlich erkennt man die Glocknerscharte, die grundsätzlich jede/r Besteiger/in des Großglockner überwinden muss. Leider ziehen ab und zu Wolkenfetzen in den Grat.


    ... hier ein heran gezoomter Blick auf die Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe (3454), unserem Zwischenziel nach dem Gipfelbesuch des Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs


  ... die Rampe unterhalb des Großglocknergipfels. Deutlich erkennt man das einzigartige Gipfelkreuz des Glockner


  ... jetzt gilt es nur noch, das Blockgelände unter dem Gipfel des Glockners zu überwinden


... was uns auch bestens gelingt


... das Gipfelkreuz auf  höchsten Berges Österreichs erhebt sich majestätisch über uns. Nicht nur das, wir waren auch für kurze Zeit die einzigen Menschen auf dem Gipfel des Großglockner. Ein unbeschreibliches Gefühl ...

Auf dem Großglockner

Auf des Glockners Gipfel steh' ich,
Täler, Berge unter mir,
ist's noch Erde, wo ich weile,
ist's schon himmlisches Revier?

Nicht ein Laut dringt aus der Tiefe
bis in diese Einsamkeit,
losgelöst vom Leben drunten
fühl ich mich und seinem Leid.

Hier umbraust mich Himmelsodem,
von der Erde Qualme rein,
und des Firmamentes Leuchten
strahlt mir tief ins Herz hinein.

Nebel gleich fällt von der Seele
der Begriff von Raum und Zeit,
und die Brust durchbebt ein Schauer
vor des Alls Unendlichkeit.

Karl W. Gawalowski
 


  ... Vater & Sohn am 16.08.2016, 14.30 Uhr, wohlbehalten auf dem winterlichen Großglockner (3798). Für mich ein ganz besonderes Erlebnis!

'Die glücklichsten Menschen haben nicht zwangsläufig die besten und teuersten Dinge.
Sie schätzen die Dinge die sie haben.'
(Zitat von Warren Buffett)

 


  ... ein Gipfelblick hinüber auf den Burgstall mit der Oberwalder Hütte


    ... ein Blick auf das Ködnitzkees, sowie das gleichnamige Ködnitztal, mit Lucknerhütte und Lucknerhaus. Die hervorragend geführte Stüdlhütte versteckt sich leider hinter einem Schuttbuckel


  ... ein Blick von Gipfel des Großglockner (3798) auf den Nachbargipfel des Kleinglockner (3770). Beide Gipfel trennt die Glocknerscharte


  ...  ein Blick zum Nachbarberg, der Hoffmannspitze (3715)


... da es sich langsam wieder zuzieht, müssen Robin und ich Abschied vom Gipfel des Großglockner nehmen und begeben uns an den Abstieg in die Glocknerscharte


  ... ein Blick aus der Glocknerscharte hinauf zum Großglockner. Hier zu stürzen, hätte fatale Folgen ...


    ... Robin im tiefsten Punkt der Glocknerscharte. Bei unserer letzten Großglocknertour in 2008, war der schmale Schneegrat noch über zehn Meter lang und richtig ausgesetzt


  ... Robin beim gesicherten Abstieg im Glocknerleitl oder auch Eisleitl genannt. Tief unten, auf dem Kleinglocknerkees, sieht man die Spur, die zur nahen Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) führt. Da es schon recht spät ist, kehren wir nicht mehr in der Erzherzog-Johann-Hütte ein, sondern begeben uns gleich über den Klettersteig und das Ködnitzkees zurück zur Stüdlhütte.


... auf der Stüdlhütte treffen wir gegen 20.00 Uhr ein. Entgegen aller Erwartungen hat uns der Hüttenwirt unser Essen warm gehalten und wir bekommen unser drei Gänge Menü vom Chef selbst serviert. Die Stüdlhütte gehört mit zu den gepflegtesten Hütten, die ich bisher kennen lernen durfte. Das Essen ist ganz hervorragend und die Freundlichkeit des Personals beispielhaft. Ein Besuch der Stüdlhütte kann deshalb nur empfohlen werden.

Mittwoch, 17.08.2016


... am Mittwochmorgen verlassen wir nach dem Frühstück gegen 07.30 Uhr die Stüdlhütte und steigen zum Parkplatz Lucknerhaus ab


  ... durch das schöne Ködnitztal geht es der Lucknerhütte entgegen


... kurz vor dem Parkplatz Lucknerhaus befindet sich diese Tafel mit einem treffenden Zitat von Reinhold Messner:
Das Wesentliche an einer Bergwanderung ist nicht der Gipfel, auch nicht der Abgrund oder der Kampf,
nicht die Gefahr und nicht der Mut, sondern der Raum, der Horizont, den uns der Berg eröffnet (Reinhold Messner)


... gegen 09.30 Uhr sind wir wieder an unserem Auto. Unser Plan sieht vor, jetzt nach Berchtesgaden (Königssee) zu fahren, um am nächsten Morgen die Watzmann-Ostwand zu klettern. Ich selbst bin bereits die Watzmann-Ostwand in 2013 geklettert und für meinen Sohn sollte es die erste Besteigung werden. Als wir gegen 12.00 Uhr in Berchtesgaden eintreffen, ist das Wetter nicht besonders gut und die Voraussetzungen für den nächsten Tag sagen z.T. schwere Gewitter voraus. Die Vernunft sagt uns, die Ostwand ein anderes mal zu machen. So suchen wir uns eine Pension, die uns über die Touristinformation Berchtesgaden vermittelt wird und verbringen den Nachmittag und den Abend in der herrlichen "Watzmanntherme", Bergwerkstraße 66, 83471 Berchtesgaden.

Anschließend verbringen wir eine ruhige Nacht im gepflegten Gasthof 'Schönfeldspitze' in Bischofswiesen. Nach einem erstklassigen Frühstück verlassen wir den 'Gasthof-Cafe Schönfeldspitze' und fahren zurück nach Kassel. Der freundliche Gastwirt erklärt, dass er 'ein Herz für Bergsteiger' habe und diese bei ihm im Hause jederzeit willkommen sind. Der 'Gasthof Schönfeldspitze', ein ruhiges, günstiges Haus, kann nur weiterempfohlen werden. Bei zukünftigen Unternehmungen in Berchtesgaden werden wir ganz bestimmt wieder dort übernachten.


Gasthof - Cafe Schönfeldspitze, Inh. Peter Kappelmeier, Schönfeldspitzweg 8, 83483 Bischofswiesen, Telefon 08652/2349, Fax 08652/2825, eMail: info@schoenfeldspitze.de , Homepage: www.schoenfeldspitze.de


    ... der Blick am nächsten Morgen (17.08.2016) vom Balkon des Gasthauses 'Schönfeldspitze' auf den Watzmann zeigt, dass unsere Entscheidung, die Watzmann-Ostwand nicht zu machen, nicht nur vernünftig, sondern auch absolut richtig war. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - ganz sicher werden Robin und ich die Ostwand bei stabiler, guter Wetterlage noch angehen.

Fazit

Mit der Genugtuung, den Stüdlgrat am Großglockner gemeistert zu haben, treten wir die Heimreise an und erreichen Kassel gegen 20.00 Uhr. Vier anstrengende, aber erlebnisreiche Tage gingen viel zu schnell vorbei, werden uns aber bestimmt in guter Erinnerung bleiben!

Tour Stüdlgrat 2008
 

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