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Triglav Nationalpark

(Triglavski narodni park)

 
Nationalpark Slowenien - Julische Alpen -

Triglav - Kranjska Gora
 


Kartenausschnitt
 
01.09.2013 bis 06.09.2013


TOURENVERLAUF

Eine Durchquerung des Triglav Nationalparks vom Planica Tal bis zum Vrata Tal; mit den Gipfelbesteigungen Mala Mojstrovka (2332),
Bovski Gamsovec (2392)
, Sfinga (2384) und des Triglav (2864), dem höchsten Berg Sloweniens


1. Tag


Am Sonntag, den 01. September 2013, gegen 02.00 Uhr, brechen Heinz und ich (beide DAV Sektion Kassel - Hochtourengruppe) von Kassel auf, um einmal die Julischen Alpen kennen zu lernen. Der slowenische Nationalpark Triglav (Triglavski Narodni Park) war, heute weiß ich zu Unrecht, nie Tourenthema bei uns im Alpenverein. Durch einen Bericht aufmerksam geworden, beschloss ich daher, mich dort einmal umzusehen und den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav mit 2864 Metern Höhe, zu besteigen. - Und nun ist es so weit ...


... gegen 11.00 Uhr treffen wir nach neun Stunden Fahrt bei den riesigen Skiflugschanzen im Planica Tal (950) ein und parken dort. Unsere Fahrt führte uns von Kassel über München, Salzburg, Villach und von dort über den Wurzenpass nach Slowenien (Ratece bei Kranjska Gora, Planica Tal). Wie auf dem Bild zu sehen, werden zur Zeit alle Großflugschanzen in Planica erneuert und modernisiert.


... auf den unzähligen freien Parkplätzen der Skiflugarena Planica (950) findet auch Heinz ein ruhiges Plätzchen für seinen Mazda


... wir ziehen uns um und rüsten uns für die bevorstehende Tourenwoche aus. Gegen 12.00 Uhr brechen wir zu unserem Tagesziel, der Tamar Hütte (1108), auf. Die Tamar Hütte liegt ca. eine Gehstunde von den Planica-Skiflugschanzen entfernt im oberen Planica Tal. Der gut ausgebaute Weg führt unmerklich ansteigend durch herrliche Wälder hinauf zur Tamar Hütte


Die Tamar Hütte (Dom v Tamarju) liegt, rechts und links von fast senkrechten Felswänden eingeschlossen, auf einer Waldlichtung im oberen Planica Tal. Tagsüber ist die Tamar Hütte Ausflugsziel für Heerscharen von Wanderern, wobei am Spätnachmittag allmählich Ruhe einkehrt. Außer uns beiden, übernachten noch ein irisches Pärchen, die uns auf unserer Tour immer mal wieder über den Weg, oder besser Steig, laufen.  


     Die Tamar Hütte (Dom v Tamarju) erreichen wir gegen 11.45 Uhr und wir erfrischen uns auf der schönen Aussichtsterrasse mit einem Radler. Noch am Nachmittag unternehmen wir eine kleine Eingehtour, um den Weg in Richtung 'Sleme' zu erkunden. Die Sleme ist eine kleine, idyllische  Hochebene auf ca. 1900 Metern Höhe. Die Sleme gilt allgemein als die schönste Aussichtsplattform Sloweniens. Um es vorweg zu nehmen: Es stimmt tatsächlich!

2. Tag


...von der Tamar Hütte (1108) gehen wir um 08.15 Uhr los. Unser Tagesziel ist das Postarski Haus (1688), welches direkt am Vrsic-Pass liegt. Anfangs gehen wir von der Tamar Hütte wieder ca. 500 Meter talabwärts, um nach rechts in diese markante V-förmige Scharte (Schuttrinne) zu queren. Diese Rinne muss bis zum oberen Ausstieg durchstiegen werden. Aber keine Angst, es ist leichter als es aussieht. Wegen der bestehenden Steinschlaggefahr ist es ratsam, in der Rinne den Helm zu tragen; - beugt nämlich möglichen 'Kopfschmerzen' vor!


... in der Schuttrinne findet sich immer ein Weg nach oben; - grundsätzlich sind die Wege auf der gesamten Tour gut markiert (roter Kreis mit weißem Punkt). Ein Verlaufen ist im gesamten Nationalpark Triglav kaum möglich. Bei Nebel können allerdings erhebliche Wegfindungsprobleme auftreten! Eine Gebietskarte und ein Kompass und/oder GPS-Navigationsgerät sollten deshalb auf jeden Fall mitgeführt werden.


... aus der Schuttrinne bietet sich ein schöner Blick zurück auf die Tamar Hütte (1108) und in das hintere Planica Tal


... ich kurz vor dem Ausstieg aus der Schuttrinne


... wir treten um 09.15 Uhr aus der steil aufsteigenden Schuttrinne heraus und stehen im wahrsten Sinne des Wortes 'im Wald' und zwar genau an dieser Stelle hier , die in der Karte als Pass namens  Grlo (1457) bezeichnet ist. Das Planica Tal hinter uns lassend, folgen wir nun dem Wegweiser in Richtung Slemenova Spica (1911), dem 'Gipfelchen' über der Hochebene Sleme.


... vom Pass Grlo (1457) queren wir aufsteigend südlich auf dem markierten Weg der Hochebene Sleme mit ihrer höchsten Erhebung der Slemenova Spica (1911) entgegen


... Heinz kurz vor dem Abzweig, der nach rechts direkt zum Vrsic-Pass führt und links zur Sleme und weiter zum Einstieg in den Klettersteig auf den Mala Mojstrovka (2332)
 


... hier, am besagten Abzweig, hat Heinz beschlossen eine Pause einzulegen, während ich in dieser Zeit die Slemenova Spica (1911) erwandere


... ein Blick über den Bergrücken der Slemenova Spica (1911) in die Schutthänge des Mala Mojstrovka (2332). Schwach sind im Schutt die Zustiegsspuren zum Einstieg in den Klettersteig auszumachen


... von den Wiesen der Sleme bietet sich mir ein Postkartenblick auf den Mangart (2677); - hier oben ist es traumhaft schön und es herrscht absolute Ruhe


... vom Gipfel der Slemenova Spica (1911) bietet sich ein weitläufiger Blick ins untere Planica Tal mit der Großbaustelle 'Skiflugschanzen' und dem Ort Ratece


... und direkt nach unten auf die Tamar Hütte (1108)


... die Sleme und im Hintergrund der Mangart


Der 'Gipfelstempel' ist Diebstahlsicher mittels massiver Kette verankert - von mir fotografiert und gespiegelt. Mir ist auf der Tour aufgefallen, dass slowenische Bergsteiger sämtlich ein persönliches Gipfelbüchlein und ein Stempelkissen bei sich führen. Ist der Gipfel erreicht, wird sofort gestempelt. Die verschiedenen Stempelvariationen werden noch vorgestellt ...


... jetzt heißt es Abschied nehmen von der Sleme und hinauf auf die/den Mala Mojstrovka (2332)


... auch Heinz hat seine Pause beendet und wartet schon


... unterhalb der Nordwand der Mala Mojstrovka (2332) 'kämpfen' wir uns den Schutthängen hinauf, dem Einstieg entgegen


... ein Blick zurück auf die Slemenova Spica (1911)


... der Einstieg zum Klettersteig auf die Mala Mojstrovka (2332) kommt in Sicht


... wir steigen sofort ein, um eine größere Gruppe hinter uns zu lassen. Der Steig ist ausreichend, jedoch nicht überversichert. In der Literatur wird er u.a. wie folgt beschrieben: Stellenweise sehr ausgesetzt, Steinschlaggefahr, Höhe des Klettersteiges ca. 400 Meter, Anforderungen KS3-C


... Heinz im Aufstieg


... es geht meist senkrecht nach oben, - ein schöner Steig in herrlicher Natur


... ein Blick aus dem Steig über Sleme ins Planica Tal


... senkrechte Passagen wechseln mit Querungen über ausgesetzte Bänder


... sehr schöne und interessante Wegführung


... wir sind nicht allein unterwegs


... ein Blick zurück in die Scharte (Pass), die als Vrat ica (1799) bezeichnet wird; rechts hinunter führt der direkte Weg zum Vrsik-Pass (Postarski Haus)


... über die Gratschneide namens Grebenec geht es dem Gipfel der Mala Mojstrovska (2332) entgegen


... noch ca. 100 Höhenmeter bis zum Gipfel der Mala Mojstrovska (2332)


... nur noch wenige Meter und wir sind gegen 14.15 Uhr am Gipfel


... leider kein Gipfelkreuz auf der Mala Mojstrovska (2332)! - Dafür aber ein einbetonierter Stempel, natürlich wieder diebstahlssicher. Für unsere slowenischen Bergfreunde heißt es nun wieder einmal: Mitgebrachtes Stempelkissen raus, an den Messing-Stempel drücken und Gipfelbuch anpressen - fertig!


 ... ich am Gipfel der Mala Mojstrovska (2332); im Hintergrund (vorn) der Prisank (2547) und rechts hinten der Triglav (2864), der höchste Berg Sloweniens


... Blick vom Mala Mojstrovka (2332) hinunter zum Vrsik - Pass und auf das Postarski Haus (1688). Durch den steilen Schutthang führt der Weg direkt nach unten zum Vrsik - Pass


... am Vrsik-Pass folgen wir dem o.a. Hinweisschild zum  Postarski Haus (1688) , welches wir nach 15 Gehminuten erreichen


... um 16.15 Uhr haben wir das Postarski Haus (1688) erreicht. Das Postarski Haus ist in einem Top-Zustand und zeichnet sich durch seine hervorragende Küche aus. Sehr zu empfehlen!

3. Tag


...noch ein Foto vorm  Postarski Haus (1688) und schon geht es wieder auf Tour. Heute wechseln wir zum Pogacnik Haus (2050). Es geht durch die unteren Südhänge des Prisojnik (2547) direkt auf den Nordabsturz des Razor (2601) zu. Dort steigen wir in den Klettersteig ein und steigen bis zum Sattel Sedlo Planja (2349) auf. Von hier aus geht hinunter zum Pogacnik Haus


... vom Postarski Haus steigen wir auf den Graskopf Sovna Glava (1750)


... vom Sovna Glava (1750) gehen wir den rechten Weg, der durch die Südhänge des Prisojnik führt


... ein kurzer Blick zurück


... und schon haben wir den Vrsik-Pass aus den Augen verloren. An dieser Weggabelung (Wegweiser "Razor") müssen wir nach rechts in die Wälder absteigen
 


... unter mir ist das einsame Mlinarica-Tal zu sehen, welches wir bis an sein Ende hinaufsteigen müssen


... eine herrliche Landschaft, wo hin man auch schaut


... wir kommen dem Razor (2601) langsam näher, aber der vor uns liegende Steilhang muss noch gemeistert werden


... wir sind am Einsteig des Klettersteiges, der uns auf den Razor bzw. bis zum Planja-Sattel führt


... noch einmal streift der Blick hinunter ins Mlinarica-Tal


... diese Rampe geht es anfangs hinauf


... um dann durch steilere Passagen abgelöst zu werden


... zum Schluss schließt sich Gehgelände in einem steilen Schuttkar an


... bis wir endlich den
Planja-Sattel (2349) gegen 13.40 Uhr erreicht haben


... laut Wegweiser sind es bis zum Pogacnik-Haus nur noch 45 Minuten


... eine gute Stunde sollte schon eingerechnet werden. Der Gipfel des Razor ist wegen eines Felssturzes z.Zt. gesperrt, deshalb wurde auf den Abstecher zum Gipfel verzichtet


... wir steigen gemächlich das Schuttkar hinunter und nähern uns entspannt dem schön gelegenen Pogacnik-Haus (2050)


... majestätisch thront der Triglav (2864) über dem Pogacnik-Haus (2050)


... der See in einer Mulde unterhalb des Pogacnik-Hauses dient als Trinkwasserspeicher


... kurz vor 16.00 Uhr erreichen wir das schön gelegene Pogacnik-Haus (2050)


... ein Blick über das Nebengebäude des Pogacnik-Hauses (2050) hinauf zum Razor (2601) und das Schuttkar, indem wir abgestiegen sind


... von der Terrasse des Pogacnik-Hauses bietet sich ein herrlicher Blick hinunter ins Trenta-Tal


... diese Aussicht genießt man von der Terrasse des Pogacnik Hauses ; - eine herrliche Abendstimmung stellt sich ein ...

4. Tag


... um 07.30 Uhr verlassen wir das Pogacnik Haus, um heute über den Bovski Gamsovec (2392) und den Luknja-Pass (1758), unser Tagesziel, die Dolic Hütte (2151) zu erreichen


Panorama-Aufnahme des Massivs Bovski Gamsovec (2392); der Klettersteig führt über den gesamten Felskamm bis hinauf zum Gipfel


... die ersten Sonnestrahlen haben das Pogacnik Haus erreicht; - es wird ein schöner Tag


... eine gigantische Wand türmt sich vor uns auf! Wir müssen zum Sattel am Bildrand links aufsteigen, dort beginnt der Klettersteig "Bovski Gamsovec".
Die Vergrößerung zeigt zwei winzig kleine Menschen, die bereits auf dem Grat des Bovski Gamsovec (2392) unterwegs sind.


... wir nähern uns dem Einstieg


... und erreichen diesen schließlich auch


... und schon geht es in die Felsen, dem Grat des Bovski Gamsovec (2392) entgegen


... zuerst geht es gemächlich auf einem Band nach oben bis hinauf zum Grat


... auf dem Grat geht es dem Gipfel des Bovski Gamsovec (2392) entgegen


... der auch gegen 09.00 Uhr erreicht ist


Panorama-Aufnahme in nördliche Richtung


... vom Bovski Gamsovec (2392) steigen wir über sehr steile Grashänge zum Luknja-Pass (1758) ab; - immer den mächtigen Triglav (2864) vor Augen


... nach knapp 650 hm Abstieg stehen wir am Luknja-Pass (1758). Hier beginnt der lange, interesssante Klettersteig "Bamberger Weg", der hinauf zur Plemenice führt; - also immer dem Triglav entgegen


... der "Bamberger Weg" ist ein Erlebnis, welches Klettersteigfreunden nur weiterempfohlen werden kann


... hier ein Blick ins Vrata-Tal mit dem Aljaz-Haus (1015)


... der Berg direkt vor uns heißt Sfinga (2364) und muss überklettert werden


... wir nähern uns dem Triglav von Westen und ereichen das Gebiet, welches in der Karte mit 'Zaplanja' bezeichnet ist. Wir queren nach rechts, bis kurz vor den rechts zu sehenden Felsaufschwung (... unterhalb der weißen Wolke) des Triglav-Massivs


... und kommen gegen 14.45 Uhr an diesen Wegweiser. Von hier aus sind es nur noch 250 Meter bis zum Einstieg in den Klettersteig, über den wir am nächsten Tag auf den Triglav steigen werden. Da wir auf der Dolic-Hütte (2151) übernachten wollen, steigen wir von hier aus wieder ca. 350 hm ab und folgen der Wegmarkierung "Dolic", die mit roter Farbe auf einen Stein gegenüber des Wegweiser gepinselt wurde...


... oberhalb des Wegweisers befindet sich der Einstieg zum Triglav-Steig; - ganz rechts am Stein der Hinweis zur Dolic-Hütte


... der Abstieg zur Dolic Hütte führt durch eine karge Fels- und Schuttlandschaft und dauert ab dem Wegweiser ca. eine Stunde


  ... die Dolic Hütte (2151) kommt das erste Mal in unser Blickfeld


 ...und noch ein Gruppenfoto mit der Dolic Hütte (2151)


Dolic Hütte (2151)

5. Tag   (Triglav - 2864 m)


... heute geht es auf den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav (2864). Um 07.00 Uhr verlassen wir die Dolic-Hütte und steigen in Richtung Triglav auf. Unweit der Hütte treffen wir auf Steinbock-Mutter und Steinbock-Kind ...


... Steinbock-Vater überwacht das Ganze von oben


... es wird ein schöner, sonniger Tag! Wir steigen dem Triglav entgegen


... und erreichen den Schutthand unterhalb des Einstiegs zum Südwestgrat des Triglav (2864)


... ein Panoramafoto in südwestliche Richtung (Dolic Hütte)


... Heinz im Aufstieg zum Sattel Triglavska Skrbina (2669)


... steil geht es in der Rinne aufwärts


... bis zum Sattel Triglavska Skrbina (2669). Der lange Grat vor uns ist der Triglav-Normalweg (Klettersteig "Bamberger Weg"), der vom Triglav Haus über den Mali Triglav (2725) zum Gipfel führt. Der Mali Triglav (2725) ist der Bergrücken, welcher rechts im Bild zu sehen ist


... an der Triglavska Skrbina (2669) geht es nach links in die Felsen und zwar fast immer senkrecht dem Gipfel des Triglav (2864) entgegen


... eine schöne Kletterei im II Schwierigkeitsgrat, jedoch sehr ausgesetzt und steinschlaggefährdet


... Drahtseilversicherungen sind genügend vorhanden, aber nicht durchgehend


... stellenweise muss auch frei geklettert werden


... ein Blick auf unseren Abstiegsweg und den Mali Triglav (2725), der im Abstieg von uns überklettert werden muss


... ein Blick über den nördlichen Triglav-Nationalpark, den wir die Tage davor durchquert haben - einfach nur großartig!


... Heinz unterhalb des Gipfels - nur noch wenige Meter und ...


... und wir sehen das markante Biwak des Triglav (2864)


... am Gipfel des Triglav (2864) sind wir nicht allein. Es ist genau 09.45 Uhr, als wir den Gipfel erreichen


Heinz und ich am Biwak Aljazev Stolp


... und ich noch mal solo. Hier drin ein Gewitter überstehen, ist wohl der Alptraum schlechthin!


... und ein sogenannter Hammerstempel ...


... von mir abfotografiert und gespiegelt - auch so kann man Stempel sammeln


... gegen 10.15 Uhr verlassen wir den Gipfel des Triglav (2864) und machen uns an den Abstieg über den Grat (Klettersteig "Bamberger Weg") zum Mali Triglav (2725). Mittlerweile nimmt der "Verkehr" zum Gipfel zu. In Slowenien herrscht die Meinung vor, dass jeder treue Slowene/in einmal im Leben auf dem Triglav gestanden haben sollte. Beim Abstieg treffen wir auf Menschen im Aufstieg, die ganz offensichtlich bei diesem Vorhaben hoffnungslos überfordert sind ...


... ein Blick zurück Richtung Triglav-Gipfel; das straff gespannte Drahtseil auf dem Grat verhindert, dass sich die Einwohnerzahl Sloweniens drastisch reduziert. Trotzdem kommt es noch zu sehr vielen Unfällen (dazu später mehr!)...


... über den Mali Triglav (2725) geht es abwärts


... tief unten liegt das Triglav Haus (2515) und im Hintergrund ist ganz schwach die Stanic-Hütte (2332) auszumachen


... eine Vielzahl von Stahlstiften und Drahtseilen sichern den Aufstiegs- bzw. Abstiegsweg


... nur noch wenige Meter und wir haben den ersten Teil unseres Abstiegs geschafft. Da wir beschlossen haben bis zum Aljaz-Haus (1015) abzusteigen, um von dort mit dem Taxi zurück zum Parkplatz "Planica-Skiflugschanzen" zu fahren, verzichten wir auf eine Einkehr im Triglav-Haus (2515) ...


... und steigen hinunter in das riesige Schuttkar mit Namen Kotel


... es ist jetzt 11.30 Uhr und wir haben noch 3,5 Stunden Abstieg bis zum Aljaz-Haus (Aljazov Dom) vor uns


... durch diese Felswand klettern wir ab und kommen wieder in flacheres Gehgelände


... hier passiert mir das, was ich bisher nicht für möglich gehalten habe: Einen Moment unkonzentriert und ich stolpere über einen Stein, vielleicht auch über meine eigen Füße  und schlage mit dem Kopf beim Fallen gegen die Felsen hinter mir. Wie die Bildvergrößerung zeigt, wurde ich zweiter Sieger und trage einige Kampfspuren davon. Zum Glück konnte ich nach einer kurzen Pause den Abstieg zum Aljaz-Haus fortsetzen. Ich verbuche diese, für mich neue Erfahrung, unter "dumm gelaufen" ab.

'Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen.'
(Zitat von Konrad Adenauer)


... ein Blick aus dem Abstiegssteig (Kozia Dnina) in das hintere Vrata-Tal mit dem Luknja-Pass (1758)


... und ein Blick hinunter zum Aljaz-Haus (1015)


... ein atemberaubender, aber nicht immer leichter Abstieg


... um 15.45 Uhr erreichen wir das Vrata-Tal und machen Halt am 'Ehrenmal der Partisanen'


... ein riesiger Schlaghaken mit überdimensionalem Karabiner
(Inschrift siehe Vergrößerung)


... gegen 16.00 Uhr erreichen wir das Aljaz-Haus (1015). Nach einem erfrischenden Radler bestellt uns die freundliche Hüttenwirtin ein Taxi, welches uns bis zum Parkplatz "Panica-Skiflugschanzen" bringt...


Vom Parkplatz fahren wir ins nahe gelegene Kranjska Gora und nehmen im gut geführten Gasthaus mit Frühstückspension "Blenkus" zwei Einzelzimmer.
Nach einer ausgiebigen Dusche gehen wir in das Restaurant "Livida", welches genau gegenüberliegt und speisen dort fürstlich.


... am Freitagmorgen treten wir nach einem reichhaltigen Frühstück die Heimfahrt über den "Wurzenpass" an. Trotz des dichten Verkehrs treffen wir gegen 17.00 Uhr wieder in Kassel ein.

FAZIT

Eine absolut lohnende Tour in einer traumhaften Landschaft. Die Julischen Alpen mit dem Triglav-Nationalpark sind immer eine Reise wert. Die Gastfreundschaft der Slowenen ist beispielhaft. Wir sind ausnahmslos freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet. Eine Tour, die mir in guter Erinnerung bleiben wird.

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