Walliser Alpen Wallis Saas Fee Schweiz Allalin Allalinhorn Felskinn Hohlaubgrat Hohlaubgletscher Feechopf Alphubel Hohlaubgletscher Egginer Strahlhorn Rimpfischhorn Fluchthorn Hochtour Bergtour


Walliser Alpen

" -9- Viertausender in nur einer Woche "

(... bleiben vorerst ein Wunschtraum)

 Schweiz - Wallis - Saas Fee & Zermatt


Kartenausschnitt

 
06.07.2014 bis 08.07.2014
(... ursprünglich geplant bis 12.07.2014)
Geplant ist eine Eingehtour über den Hohlaubgrat auf das Allalinhorn (4026) und anschließend die Überschreitung des Walliser Grenzkamms vom Breithorn bis zur Dufourspitze; also die so genannte 'Spaghettitour'. Leider kommt es anders, da das Wetter nicht mitspielt ...
 

TOURENPLANUNG


1. Tag - Anreise  (Sonntag, den 06.07.2014)


Am Sonntag, den 06.07.2014, gegen 05.00 Uhr,  fahren Berti, Ulf und ich, mit Bertis Nissan X-Trail von Kassel in die Schweiz. Unser Ziel sind die Walliser Alpen, um Saas Fee und Zermatt. Wir fahren über Basel, Bern und Thun bis Kandersteg (siehe Bild), wo wir den Autoverladezug bis Goppenstein nehmen. Von Goppenstein bis Saas Fee ist es nun  nicht mehr weit.


Gegen 14.00 Uhr treffen wir in Saas Fee ein und müssen, wie alle Besucher Saas Fee's, unser Auto im gebührenpflichtigen Zentralparkhaus am Ortseingang von Saas Fee parken. Von dort geht es einmal quer durch den ganzen Ort bis zum Hotel Berghof, wo der Schlüssel für unser vorher gebuchte Ferienwohnung im Haus 'Camillo' hinterlegt ist.


 Vom Parkhaus hat man einen herrlichen Blick über das malerische Örtchen Saas Fee. Der schneebedeckte Berg in der Bildmitte zeigt den Alphubel (4206). Das Allalinhorn (4027),  welches wir uns als Eingehtour auserwählt haben, ist von hier aus nicht zu sehen.


Gegen 15.00 Uhr sind wir schließlich in unserem Domizil im Hause 'Camillo' angekommen. Der Eigentümer hat die Wohnung schlicht, aber bewusst geschmacklos eingerichtet. Ein richtiges Wohlfühlerlebnis will sich nicht einstellen, aber es ist sauber und die Betten sind in Ordnung. Bewertung: Ausreichend und für schweizerische Verhältnisse noch recht preiswert ...


... bei einem anschließenden Spaziergang durch Saas Fee entsteht dieses Gruppenfoto vor einem der vielen alten Speicherhäuschen  (v.l. Rüdiger, Ulf und Berti ; DAV Sektion Kassel)


... ein Blick über die Dächer von Saas Fee hinauf zum Allalinhorn. Nach einem Radler und einer großen Pizza legen wir uns nach einem anstrengenden Tag schlafen, um am nächsten Morgen fit für dass Allalinhorn zu sein.

2. Tag - Eingehtour Allalinhorn  (Montag, den 07.07.2014)


Die Talstation der Seilbahn 'Felskinn'. Um 07.30 Uhr nehmen wir die erste Seilbahn, die uns hinauf zur Station 'Felskinn' bringt ...


... als wir die Bergstation Felskinn verlassen, regnet es in Strömen. Eine gute Gelegenheit, unsere hochwertige Regenbekleidung einmal zu testen. Hier Ulf und Berti in der ersten Testphase. Um es vorweg zu nehmen, es sollten sich weitere Testreihen anschließen! Wir lassen die Seilbahnstation hinter uns und  gehen den ausgeschilderten Weg in Richtung Britanniahütte ...


  ... ein Blick vom Egginerjoch (2995) zurück zur Station Felskinn (2989) - es regnet und regnet ...


  ... schnell erreichen wir das Egginerjoch (2995) mit seinen Skiliftanlagen. Auf dem Felsgrat im Hintergrund sieht man schon die Britanniahütte (3030) - langsam lässt der Regen nach ... 


 ... in der renovierten und modernisierten Britanniahütte (3030), die wir gegen 08.50 Uhr, bei noch leichtem Regen erreichen, kehren wir kurz ein und trinken einen Kaffee. Die freundliche Hüttenwirtin ist skeptisch, dass wir bei den vorherrschenden, widrigen Schnee- und Wetterbedingungen über den Hohlaubgrat den Gipfel des Allalinhorns erreichen. Als wir nach 15 Minuten die Britanniahütte verlassen, scheint die Sonne ...


... um 09.15 Uhr brechen wir von der  Britanniahütte (3030)  in Richtung Hohlaubgrat auf


... rechts hinter mir ist das Strahlhorn zu sehen und ganz rechts am Bildrand das Rimpfischhorn (4199). Das Allalinhorn ist noch nicht zu sehen und liegt noch weiter rechts ...


 ... wir sind von der Britanniahütte die Felsen des sog. 'Hinteren Allalin' abgestiegen und haben den unteren, östlichen Teil des Hohlaubgletschers erreicht. Hier geht es gleich rechts hinauf; also nicht den deutlich sichtbaren Spuren Richtung Strahlhorn folgen ...


  ... in einem großen Linksbogen geht es den Hohlaubgletscher nach oben. Ziel ist die Nordwestflanke des unteren Hohlaubgrates. Noch sind die Verhältnisse gut und die Schneedecke relativ fest.


 ... ich einmal solo vor dem Allalinhorn (4027) mit seinem imposanten Hohlaubgrat


  Berti und Ulf an gleicher Stelle ...


  ... der Schnee wird tiefer und auch weicher; - stetig geht es dem Hohlaubgrat entgegen. Die Bewölkung nimmt langsam zu ...

  ... ein Blick nach rechts (Nordwest) auf die Bergstation 'Mittel-Allalin' (3457)


... bedingt durch den Neuschnee fällt das Spuren stellenweise recht schwer


... Wir sind jetzt auf ca. 3750 Metern Höhe und dunkle Wolken ziehen auf. In der Ferne hören wir bereits erstes Gewittergrollen und der Wind nimmt stetig zu. Weiter zum Gipfel zu gehen wäre leichtsinnig. Wir beschließen umzukehren und gehen auf dem Aufstiegsweg zurück. Als wir die Stelle erreichten, wo das Bild von der Bergstation 'Mittel-Allalin' gemacht wurde, tobte ein regelrechtes Unwetter um uns herum. Wir hatten, wenn auch widerwillig, die richtige Entscheidung getroffen ...


  ... völlig durchnässt erreichen wir um 16.20 Uhr die letzte Seilbahn am Felskinn (2989) und fahren hinunter nach Saas Fee. In unserer Unterkunft 'Camillo' hängen wir unsere durchnässten Sachen zum Trocknen auf und gehen italienisch Essen. Wir können zwar keinen Gipfelerfolg verbuchen, aber ein nachhaltiger Trainingeffekt steht außer Frage!

Gipfel hin, Gipfel her, - am nächsten Tag sollte der erste 4000er fallen!
... zumindest hatten wir uns das so gedacht ...
 

3. Tag - Zermatt/ Klein Matterhorn/ Breithorn/ Hütte Val d' Ayas
     (Montag, den 07.07.2014)


... am Morgen wechseln wir von Saas Fee hinüber nach Täsch und parken unser Auto auf dem Betriebshof von "Taxi Fredi", den wir schon von früheren Touren her kennen. "Taxi Fredi" bringt uns schnell, zuverlässig und günstig nach Zermatt (1672).

Das Wetter???  Sch... Regen, Regen, Regen ...!!!  Als Optimisten hofften wir aber weiter oben auf Wetterbesserung und fahren mit dem Linienbus bis zur Seilbahnstation (Ortsteil Winkelmatten). Dort angekommen erfahren wir, dass die Seilbahnverbindung von der Bergstation 'Trockener Steg' (2939) zur Bergstation 'Klein Matterhorn' wegen eines Blitzeinschlages unterbrochen ist; - die Reparatur sei aber in Gange! So fahren wir erst einmal bis zum 'Trocken Steg' und warten ab ... Wir wollen heute vom 'Klein Matterhorn' auf den Gipfel des Breithorn (4164) und danach zur italienischen Hütte Val d' Ayas absteigen - so unsere Planung ...
 


... hier Ulf und andere Bergsteiger im Restaurant der Seilbahnstation 'Trockener Steg' nach ca. 1 Stunde Warten auf die Reparatur der Seilbahn zum 'Klein Matterhorn' ...


... endlich ! - Gegen 13.00 Uhr funktioniert wieder alles und wir fahren hinauf zum 'Klein Matterhorn' (3883)


Wegen der fortgeschrittenen Zeit, beschließen wir direkt die Hütte Val d' Ayas anzulaufen und das Breithorn nicht zu besteigen. Hier oben ist tiefster Winter! Anfangs ist es nur neblig, aber es zieht sich immer mehr zu. Die Sicht ist gleich Null und es setzt ein anhaltender Schneesturm ein. Ein Vorankommen, bei diesen Verhältnissen und in diesem, für uns unbekanntem Gelände, ist ausgeschlossen. Wir drehen deshalb um und geben uns (nur für dieses Mal) geschlagen.


Nach ca. 2 Stunden 'Kampf' mit den Naturgewalten erreichen wir wieder wohlbehalten die Seilbahnstation 'Klein Matterhorn' ...

'Wenn Du durch die Hölle gehst, geh weiter.'
(Zitat von Winston Churchill)


... die Wetterprognosen sagten für die Woche keine wesentliche Besserung voraus und wir beschließen einstimmig, den Rückzug in die Heimat anzutreten. So fahren wir mit der Seilbahn Zermatt entgegen ... Das Wort "Scheiße" sei an dieser Stelle ausnahmsweise mal erlaubt!


... ich war schon oft in Zermatt! - Aber es ist mir noch nie passiert, dass ich das Matterhorn nicht gesehen habe ...


Wir schlendern von der Seilbahnstation noch einmal (natürlich bei strömendem Regen) durch die Straßen von Zermatt und fahren mit dem Zug hinunter nach Täsch.
Am Auto angekommen, beschließen wir die Heimfahrt anzutreten. Da an diesem Abend das Halbfinalspiel der Fussball-WM, nämlich Deutschland - Brasilien, auch im Radio live übertragen wird, hoffen wir auf eine kurzweilige Heimfahrt.

Fazit dieser Tour

Unsere Nationalmannschaft hatte in Brasilien mehr Glück als wir in der Schweiz.
Sie gewinnt ihr Spiel mit 7 : 1 Toren. Wir haben zwar keine Tore, bzw. 4000er, 'geschossen', aber an Erfahrung gewonnen und den schweizerischen Bergbahnen mit vielen Franken 'Gutes' getan. Es war aber trotzdem schön und wir sind mal wieder aus den Alltagstrott raus gekommen. Wir werden auf jeden Fall einen neuen Anlauf wagen, denn die Schweizer Berge sind immer wieder eine Reise wert.

Zur Tour Allalinhorn über Hohlaubgrat 2015

zurück zum Seitenanfang

 

Outdoor Ausrüstung sicher online kaufen bei bergzeit.de

RB Media Group - Ihre Partner im Bereich Computer & Internet

Startseite | Kontakt | Gästebuch | Inhaltsverzeichnis | Links | Impressum
Copyright © 2006 - 2017