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Klettern am Burgberg 

Alanya / Türkei 

 
Alanya - Türkei
 


   
 
18.06.2015
Klettertour auf die vom Burgberg Ickale - Alanya südwestlich ins Meer ragende Felsformation Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu)
 

Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu)

An der Südwestseite des Burgberges von Alanya ragt eine schmale, längliche Felsnase 400 Meter ins Meer hinein. Es gibt einen Weg über die Stadtmauer zu einem am Ende der Stadtmauern gelegenen Turm und von dort aus auf das Kap Cilvarda. Allerdings ist dieser Weg nicht ungefährlich. Auf dem Kap findet man die Überreste eines Klosters sowie weitere Ruinen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Mitnahme von altertümlichen Fundstücken jeder Art in der Türkei unter Strafe gestellt ist. Am äußersten Ende des Kap von Cilvarda befindet sich ein etwa 20 m² großer Platz hoch über dem Meer, der "Menschenwurf" genannt wird. Gefangene konnten hier begnadigt werden, wenn sie es schafften, einen Stein von diesem Platz aus ins Meer zu werfen. Trafen sie allerdings das Meer nicht, wurden sie selbst in die Tiefe gestürzt und verloren ihr Leben. Die Begnadigung wurde nur ganz Wenigen zu teil.
 



Im Juni 2015 verbringe ich zum dritten Mal mit meiner Frau unseren Sommerurlaub in Alanya / Türkei im Hotel Elyssee Beach, welches direkt am herrlichen Kleopatrastrand liegt ...


 
... vom Strand aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Burgberg von Alanya und das südwestlich ins Meer ragende Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu). Für mich als Bergsportbegeisterten hat dieser Berg natürlich einen besonderen Reiz und nach wenigen Tagen, hält es mich nicht mehr auf meiner Sonnenliege. Ich musste einfach da hoch und natürlich auch hinunter zur Südwestspitze des Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu) !

ROUTENVERLAUF 'Cilvarda'
 

                 
... zur Vergrößerung der einzelnen Kletterabschnitte die Kleinbilder anklicken


  ... ich breche um 05.30 Uhr vom Hotel Elyssee (Kleopatrastrand) auf, um die ins Meer ragende Felsformation Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu) zu überschreiten bzw. zu überklettern. Bereits letztes Jahr bin ich über die Burgmauer bis zu einem verschlossenen Gittertor oberhalb der Cilvarda gewandert. Um überhaupt auf die Cilvarda zu gelangen, muss man dieses Gitter überklettern. Danach beginnt eine teilweise sehr ausgesetzte Klettertour, die wirklich nur trittsicheren, guten Kletterern empfohlen werden kann. Die richtige Route zu finden, ist hier die Kunst und erfordert Orientierungssinn. Hier muss jeder selbst entscheiden, wie weit er geht oder ob das Wagnis überhaupt eingegangen wird.


... am östlichen Ende des Kleopatrastrandes der ansteigenden Straße in Richtung 'Kale' (Burg) folgen; - also immer bergan Richtung Burgberg


  ... es bieten sich immer wieder schöne Blicke über die Stadt Alanya und den Kleopatrastrand. Alanya ist eine Kreisstadt und gehört zur Provinz Antalya. Alanya liegt ca. 130 km östlich der Stadt Antalya. Der Name der Stadt soll auf das 13. Jahrhundert nach Christus zurückzuführen sein, als diese Ala-iye (Stadt des Ala) hieß. In lateinischen Überlieferungen wird die Stadt auch Alaya genannt. 1935 gibt Mustafa Kemal Atatürk der Stadt bei seinem Besuch den heutigen Namen Alanya.


... die Straße führt durch ein Wohngebiet abseits des Massentourismus


... an dieser Stelle nicht der Fahrstraße nach links folgen, sondern nach rechts abbiegen und sich immer nach links zum Burgberg orientieren ...


... und zwar bis man die Wohnsiedlung verlässt und Weisen- und Buschgelände erreicht. Das nächste Ziel ist die weit über Alanya sichtbare, übergroße türkische Flagge, die östlich der Burg vorgelagert ist


... beim Anstieg zum Flaggenmast bietet sich ein traumhafter Blick auf einen der schönsten Strände der Türkei, - den Kleopatrastrand


... die riesige Festung kommt näher und näher und mit Aufgang der Sonne steigen auch die Temperaturen merklich an


... an der türkischen Flagge geht es vorbei und ich halte mich auf sichtbaren Pfaden rechts


... und laufe auf die Festung Ickale zu


... Alanya mit dem herrlichen Kleopatrastrand in der Morgensonne. Alanya befindet sich auf einem kleinen hügeligen Felsvorsprung (Halbinsel) im Mittelmeer, mit den Taurus Bergen im Norden.


... ich folge dem gelb markierten Pfad ostwärts


... und habe erstmals Sicht in die östliche Bucht der Stadt Alanya mit dem Hafen. Im Hintergrund sind die Ausläufer des Taurusgebirges im Morgennebel zu erkennen.


... auf diesem Pfad geht es immer unterhalb der Festungsmauer entlang, bis man an die ostwärts abfallende Festungsmauer gelangt


... an der Festungsmauer angekommen, gibt es nur noch einen Weg, - nämlich den nach unten


... rechts neben der Laterne mündet der beschriebene, steil nach unten führende Pfad auf die Hauptzufahrtsstraße zur Burg. Um diese Uhrzeit ist es hier absolut menschenleer. Der Fahrstraße geht es ein Stück aufwärts ...


... zum nahe gelegenen Osttor, welches durchschritten wird


... gleich hinter dem Osttor geht es rechts den ausgewiesen Pfad hinauf zur Burg und zum Dörfchen Ehmedek ...



... welches durch diesen Durchgang um 06.45 Uhr erreicht wird


... im Dörfchen Ehmedek steht die weithin sichtbare Moschee Süleymaniye Cami


... ich verlasse Ehmedek und gehe in südliche Richtung. Der Weg führt an unzähligen uralten Gräberfeldern vorbei ...



... und an zerfallenen Ruinen der ehemaligen Festung. Im 7. Jahrhundert n.Chr. wird der Schutz der Stadt Alanya, hauptsächlich wegen der zunehmenden Angriffe aus dem Osten, immer erforderlicher und daher wird mit dem Bau einer Festungsanlage begonnen. Der Burgberg in Alanya mit der Festung besteht aus drei Sektoren, die jeweils durch Mauern umfasst werden. Zum äußeren Sektor gehören wichtige Gebäude aus der Zeit der Seldschuken, wie zum Beispiel die Schiffswerft und der Rote Turm (Kızıl Kule). Der Turm ist knapp 34 Meter hoch und wird 1224 zum Schutz des Hafens erbaut. Im mittleren Sektor liegen ein Badehaus und die Süleymaniye Moschee. Der dritte Sektor ist die Zitadelle Ickale (Innere Burg), der Ursprung der Anlage. In der Zitadelle Ickale befanden sich neben der byzantinischen Kirche auch der Palast des Sultans, Zisternen und Baracken für Soldaten.


... immer der Beschilderung in Richtung Selcuklu Hamami (Dampfbad), bzw. Ickale (Zitadelle) folgend


... die Ruine des Dampfbades Selcuklu Hamami befindet sich in Sichtweite des Haupteinganges zur Zitadelle Ickale (gebührenpflichtiges Museum)


... der Haupteingang zur Zitadelle Ickale, wo auch die von Alanya kommende Fahrstraße endet. Um zum Einstieg in die eigentliche Klettertour zu gelangen, geht man die Fahrstraße ca. 250 Meter hinunter ...



... und zwar bis zur ersten scharfen Linkskurve. Hier an dieser Stelle geht es erstmals auf die Festungsmauer (Gehweg vor den Scharten). Es ist jetzt 06.55 Uhr.


... auf dem schmalen Wehrweg geht es ständig nach unten. Herrliche Tiefblicke sind schon hier oben garantiert ...


... wie z.B. hier in Richtung Westen (Kleopatrastrand)


... diese Stelle liegt schon so tief unten, dass das  Kap von Cilvarda (Cilvarda Burnu)  schon in voller Länge und Schönheit zu sehen ist


... aber es sind noch einige Meter auf der Festungsmauer zurückzulegen, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist


... hier sollte man absolut schwindelfrei sein


... langsam komme ich dem bereits erwähnten Gittertor näher. Die Festungsmauer schlängelt sich um den gesamten Burgberg ...


... endlich ! Der Durchschlupf in der Mauer, durch den man auf das Kap von Cilvarda gelangen kann, ist ereicht ...


... ab hier beginnt auch für mich Neuland. Hier wird rübergeklettert und das Kletterabenteuer kann beginnen. Ob das Überklettern des Gitters erlaubt ist? - Keine Ahnung, es war niemand da, den ich fragen konnte. Verbotsschilder hängen aber keine.


... die ersten Meter


... gleich am Einstieg treffe ich auf das erste Lebewesen. Es handelt sich nicht um eine Gämse, sondern um eine einfache, wilde, türkische Bergziege, die meine Unternehmungen aus sicherer Entfernung kritisch beäugt ...


... stellenweise sind im oberen Teil noch Reste eine Art Wandtreppe erhalten


... der von weitem sichtbare alte Wehrturm ist erreicht. Die Felsnase ist schmaler, als sie von weitem wirkt. Die erste Schwierigkeit liegt darin, den Turm zu umgehen und weiter abzusteigen ...


... aber das Vorhaben gelingt und ich komme recht gut voran


... rechts und links des Bergkammes geht es senkrecht nach unten, was natürlich Insidern das Herz höher schlagen lässt. Das hier ist mal was anderes, als sich faul auf der Sonnenliege zu räkeln ...


... ich nähere mich alten Ruinen und etwas tiefer liegt eine kleine Kirche. Wie die Menschen früher dorthin gelangt sind, ist mir ein Rätsel ...


... teilweise muss recht steil und schwierig abgestiegen werden. Ein Besucher vor mir hat diese Stelle mit einem kurzem Seil etwas entschärft.


... hier wird es richtig steil und es geht fast senkrecht nach unten. Gegenüber liegt die kleine verfallene Kirche. Ein toller Ausblick auf das Mittelmeer ...


... ein Bild von mir mit Selbstauslöser


... hier ist man wirklich fern von jeglichem Tourismus. Absolute Stille umgibt einen.
Keine Spur vom hektischen Treiben der Stadt Alanya. Ich genieße ein paar Minuten die Aussicht und die Stille und mache mich in der Morgensonne bei mittlerweile 27 Grad an den Aufstieg hinauf zur Burg ...


... auf dem Hinweg kehre ich zurück zum Hotel. Hier noch ein Blick von oben auf den Hafen von Alanya mit dem berühmten Roten Turm


... noch einmal ein Blick an mir vorbei Richtung Kleopatrastrand


... um 09.45 Uhr habe ich unser Hotel Elysee Beach (Alanya) wieder wohlbehalten erreicht und schaffe es noch zum Frühstück

FAZIT

Sollte ich mal wieder in Alanya meinen Urlaub verbringen, steht diese Tour wieder ganz oben an!

P.S: Ein Hotelmitarbeiter sagt mir nach der Tour, dass es bei Begehungen der Felsnase bereits zu einigen Unfällen gekommen sein soll. Wer diese Tour geht, sollte wissen, dass es in der Türkei keine Bergrettung gibt und man u.U. auf sich allein gestellt ist. Jede/r, der diese Tour machen will, sollte deshalb selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen kann und will, denn ganz ungefährlich ist diese Tour nicht.

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